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Hülfstafeln und Beiträge zur neueren Hygrometrie
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die Kugel des einen mit Musselin umwickelt ist, wovon ein.Streifen in ein mit reinem Wasser gefülltes Gefäfs herabhängt,und dieses Wasser vermöge der Capillarität tim die Tber-moineterkugel verbreitet, diese also stets feucht erhält. Diebeiden Thermometer sind nebeneinander an einem gemein-schaftlichen Fufsgestelle so befestigt, dafs sie rundum von derLuft bestrichen werden können. Diese Zusammenstellung ei-nes trocknen und eines feuchten Thermometers nennt AugustPsychrometer (Nafskälte-M esser). Durch dies Instru-ment wird zwar die Feuchtigkeit der Luft nur mittelbar, dieVerdunstungskälte des Wassers oder die Nafskälte aber un-mittelbar gemessen, indem die Temperatur der äufserstenOberfläche jedes der Luft ausgesctzlen Wassers mit der Tem-peratur des gleichzeitig beobachteten, feuchten Thermometersübereinstimmen inufs.

7. Um aus den Angaben dieses Instruments auf den Dunst-gehalt der Luft zu schliefsen, bedarf man, eben so wie hei(len Instrumenten, welche, wie das DanielV sehe und das Kör-ner sehe Hygrometer, den Thaupunct angeben, einer Tafelder Dunslspannungen im Maximum für jede Temperatur,welche in den Grenzen der hygrometrischen BeobachtungenVorkommen kann.

Solche Tafeln sind die nachfolgenden Tafeln I, II, ITf, überderen Begründung ich mich in einem besondern Anhängeausgesprochen habe. In den beiden ersteren sind die Spann-kräfte in Pariser Linien, in der Ieztern in Millimetern Queck-silberhöhe ausgedrückt. Sie dienen, sowohl um aus der Tem-peratur des Thaupuncts die Spannkräfte, als aus gefun-denen Spannkräften umgekehrt die Temperatur des Thau-puncts zu bestimmen.

Für die Beobachter des DanielV sehen oder des Äor/zerschenHvgrometers bedarf es weiterer Tafeln nicht, denn die derbeobachteten Temperatur des Thaupunctcs entsprechendeSpannkraft ist die den herrschenden Dünsten zu-kommende, und die der beobachteten Lufttemperatur inden Tafeln gegenüberstehende ist die höchste Spann-kraft, deren bei dieser Lufttemperatur der Wasserdunst fähigist. Bezeichnet man die erstere mit e, die andere mit e", dieDunstmengen mit m und mit M, so hat man, da diese Spann-kräfte mit den Dunstmengen in geradem Verhältnisse stellen,

c m? = M 5

und das Verhällnifs kann also benuzt werden, um auszu-e

drücken, wie viel von der Dunstmenge, welche die Luft beider herrschenden Temperatur bis zu ihrer Sättigung aufzu-