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Hülfstafeln und Beiträge zur neueren Hygrometrie
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ser befeuchtetes Thermometer durch die Verdunslang diesesWassers erleidet, einen Sclilufs auf den Dunstgchalt der Luft,und fast gleichzeitig mit Anderson fand August , dafs sichLeslies Differenzial-Thermometer durch ein gemeines Ther-mometer ersetzen lasse, dessen Kugel mit angefeuchtetemMusselin umwunden ist.

Als nämlich im Jahr 1827 Dr. E. F. August, Professorund Director des Cölnischen Gymnasiums zu Berlin (s. dessenSchrift:über die Fortschritte der Hygrometric in der neue-sten Zeit, 4. Berlin 1830), des jungern DelaRive Vorschlag,den Dunstgchalt der Atmosphäre durch die Wärme-Zunahmeeines mit Schwefelsäure benezten und frei aufgehängten Ther-mometers zu messen, an gleichzeitigen Beobachtungen desEaniellsehen Instruments prüfte, und nach jedem Versuchdie angewandten Thermometer wieder in Wasser abspülte ,fand er, dafs diese, so lange sie benetzt waren, einen festenStand, ziemlich in der Mitte zwischen der Luftwärme unddem durch das Danicllsche Instrument angezeigten Thaupunct,behaupteten. Die Fortsetzung dieser Untersuchungen leiteteihn auf den Sclilufs:So lange ein Thermometer, dessen

Kugel mit Wasser benezt ist, sinkt, so lange tritt dasselbeeinen Theil der Wärme des Quecksilbers und des Glases andas umgebende Wasser ab, welches denselben beim Verdun-sten bindet; wann aber der constante Punct, den er Ver-dun s t u n g s käl te nennt, eingetreten ist, so entzieht das darinverdunstende Wasser dem Thermometer keine Wärme mehr,sondern die Verdunstung geschieht nun auf Kosten derjeni-gen Wärme, welche die zunächst liegende Luft verliert, wäh-rend sie von der Luftwärme sich zur Verdunstungskälte ab-kühlt.

6. Zu diesen Versuchen werden zwei bis auf Zehntheiledes Grades getheilte und mit einander möglichst vollkommenübereinstimmende Thermometer *) angewendet, von denen

*) Es ist schwer, auch von demselben Künstler Thermometer zuerhalten, die nicht um ein oder mehre Zehntheil des Gradesvon einander abweichen. Jedenfalls miifste aber die Abweichungauf wenige Zehntheile beschränkt seyn , die mau durch eineReihe von Vergleichungen im trocknen Zustande bestimmenund sodann in Rechnung bringen würde. Die Vergleichungenwerden zwcckmüfsig , einmal ohne , einmal mit Umhüllung derdurch diese feucht zu haltenden Kugel, möglichst durch allevorkommenden Temperaturen, aiigcslcllt, da es vorzüglich fürdie Beobachtungen bei Frostwctler , von AViclitigkcit ist, dieTemperatur-Erhöhung zu kennen , welche die Musselin-Umhül-lung au und für sich, im trocknen Zustande, dem Thermome-ter verleiht.