4
«lenden Wasserpartikeln zum WärmestolF dadurch überwan-den wird, wie beim Beschlagen kalter Körper, und hei denmeteorischen Niederschlägen, der Wasserdunst in dichterenDampf, tropfbares Wasser, Schnee oder Eis verwandelt.
5. Durch allmählige Abkühlung kann daher eine Quantitätdes Wasserdunstes auf diejenige Temperatur gebracht werden,bei welcher die Spannkraft desselben im Maximo ist, unddiese Temperatur ist die Grenze, über welche hinaus einefortgesetzte Abkühlung einen tropfbaren Niederschlag herbei-führen würde. Diese Temperatur ist der Thaupunct, zudessen Ermittelung das Daniell’sche und das Äorner’scheHygrometer *) erfunden und bestimmt sind.
Es ist eine alte Erfahrung, dafs ein Gefäfs durch Umwicke-lung mit befeuchteten Tüchern oder Blättern abgekühlt wird.**)Hutton zog zuerst aus der Erkältung, welche ein mit Was-
*) Das einfachste Hygrometer dieser Art ist ein gewöhnliches Ther-mometer , dessen frei herausstehende Kugel vorn bis zu einerkleinen Halbkugel eingedrückt ist, welche einen Schwefel-Aether-oder Naphtatropfon , den man mit einem vorne in ein Haar-röhrchen ausgezogenen Glasröhrchen hineinbringt, halten kann.Doch ist es schwierig, auf dem Glase die Bildung des feinstenBeschlages wahrzunchmen. Es könnte jedoch um die Kugeldes Thermometers ein einige Linien breiter Goldring gelegtwerden. Eine Beschreibung und Abbildung des Daniell’ sehenHygrometers s. übrigens in ylugust' s Schrift „über die Fort-schritte der Hygrometrie in der neuesten Zeit" (4f Berlin 1830).
**) S. die von Dr. Jul. Lud. Ideler in dessen (Prolegomena) Meteo-rologia veterum Graecorum et Romanorum. Berolini 1832. p. 03citirte Stelle des Galenits: Kord nt/.löui'öinni'i' re xal neißayyUyvmov dyaijjvyovm rd litöioo ly dyyelotg rtely ögoaxtyoigrQomo zojföde. dvvovrog jjA/ou nQoO-eofr^yuyrtg reiirö rals dyyetoiglylßaXoy , thet iniHanoi' Ixolfnov ol.ov rovra rä dyyeioy Iv Ih.'üi-Otv Ignaufievoig nnäg aye/rov, lös dt’ SXijg yvxztös ipuyiaD-iu. Ka-nena TiQiy ih'iaeihu räv tjktoy Inl i% yijs Irüleaav udazi zjjvyQiöxnienöaiilyqs , ly xvxlto ifvlXa ipvyou ncQieztlhauy öha na dyyetionoze .iny dfxneXtov >/ Unit)'ir/iygg i-n 11 dt dr t xal itlhay ztvwy öfzolwy,lös thniilyetv Inl jil.eTgov \}v xard zöy yuxzeoiyoy dloa ro £ida>£ijisx.TijOUTO \puytjv. (ln Alexandrien und durch ganz Aegyptenkühlt man das Wasser in gewissen irdenen Gcfäfsen auf fol-gende Weise ab. Das beim Untergang der Sonne erwärmteWasser schüttet man in die Gefäfse, und hängt das ganze Ge-fäfs bei offnen Fenstern dergestalt auf, dafs es hoch an derWindseite des Hauses hänge, damit es die ganze Nacht hindurcherkalte. Danach werden vor Sonnenaufgang, nachdem der Bo-den mit dem kalten AVasser befeuchtet worden, nafskalte Blät-ter von Weinrebe oder Lattich, oder andern Pflanzen, rund umdas Gefäfs gelegt, damit das Wasser die von der Luft erhaltenenächtliche Kühle so lange als möglich bewahre.)