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Heine-Almanach als Protest gegen die Düsseldorfer Denkmalverweigerung
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ab. Er hat den Inden die bittersten Wahrheiten gesagt, hat deinGott der Juden eine unfreundliche Kritik gewidmet und dem Gottdes Christentums in einfacher und ergreifender Schilderung mitden herrlichsten Gotteseigcnschaften nmwoben. In seinerWallfahrtnach Kevelar" hat der Katholicismns seinen tiefsten poetischenAusdruck gefunden. Thut nichts, die Eiferer schreien ihn alsJuden aus und der Jude darf kein Denkmal haben.

Er braucht ja auch keines. Er lebt auch so fort und wirdfortleben, wenn von den hassestrunkenen Gesellen, die beten undschimpfen in Einem, die das Sonnenlicht in Säcke schöpfen und indas Meer versenken mochten, keine Spur der Erinnerung sein wird.Er würde mit lachendem Munde das Zetern anhören, das sieverführen, und sie auf seine letzten Briefe über Deutschlandverweisen, in deren einem es heißt:Es steht Jedem frei, eineMadonna von Rafacl mit Kot zu bewerfen; sie kann sich nicht

wehren." Der Führer desjungen Deutschland", der

an den Genius des deutschen Volkes so unerschütterlich geglaubthat, der so viel gethan hat für die Vorbereitung des Einigungs-werkes in der Hege und Pflege des deutschen Liedes, des deutschenFreiheitsideals, wird doch sein Denkmal habe», vielleicht erst infernerer Zeit. Ein besseres, unvergänglicheres Denkmal, als ihmKunst und Pietät setzen können, hat er sich selber errichtet. Denenaber, die mit der Anfeindung eines Heine-Denkmals dein deutschenGeistesleben Schmach und Schande zufügen, wird die richtendeGeschichte den Pranger bescheiden.

Berlin. Arnold Perls.