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Heine-Almanach als Protest gegen die Düsseldorfer Denkmalverweigerung
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ergreift, in denen sein anmutiger, leuchtender Prosastil uns hin-reißt zu einem Genüsse, von dem sich loszureißen schwer ist. Dieliterarisch Gebildeten in aller Welt wissen den zwingenden undsruchtbaren Einfluß der Heinc'schen Muse auf die dichterische Ent-wickelung des jungcu Deutschland zu schätzen. Wenn die „Kreuz-Zeitung" die von Heine ausgegangene Belebung der deutschenLiteratur als die Mauschclperiode bezeichnet, und wenn sie findet,daß wir heute unsere Literatur von Leuten machen lassen, diekeine Deutschen sind — so beweist sie wieder einmal, daß manvon Pferden, Schlempe, Rübenbau mancherlei wissen kann, ohnevon den geistigen Fragen und Erfahrungen auch nur den leisestenSchimmer eines Verständnisses zu besitzen.

Die „Mauschclperiode", das ist's, — hier bei diesem Wortestoßen wir an die geheimen Fäden deS brutalen Junkerhasses gegenHeine. Heine war als Jude geboren, Heine war ein unerbittlicherFeind des Absolutismus, des Militarismus, des Krautjunkertumsund der Volksverdummung, — an dem tobten Heine gilt's für dieBekenner und Priester dieser großen, von ihm verspotteten undbefehdeten Gemeinde sich zu rächen. Er war objektiv in seinemSpöttcrwerke, er schonte auch die Schwächen der freiheitlich Gerich-teten nicht; er hat Venedcp und Herwegh so gut mit der Laugeseiner Satire Übergossen, wie die von „Kanaille" schwatzendenGardclieutcnants, er hat die Berliner christlichen Weißbicrbürgerebenso wenig verschont, wie die Geldsäcke der Hamburger Judenschaft.Thut nichts, daß er sich in der ,,Schloßlegende" und anderen Gedichtenam preußischen Hofe versündigt, daß er die Lieutenants, Fähnrichsund Kadetten mit scharf geschliffenem Hohne behandelt hat, daswiegt schwerer, als seine allergrößten dichterischen Verdienste. Erhat in Frankreich, wo er ein Asyl fand, als ihm sein geliebtesDeutschland vergällt war, als man die Früchte seiner schöpferischenGestaltungskraft verbot, gleich einem gefährlichen Gifte, nimmerdie treue Vaterlandsliebe, die innige Sehnsucht nach Deutschlandverloren, und »och kurz vor seinem Tode schrieb er: „Mein Geistfühlt sich in Frankreich exilirt, in eine fremde Sprache verbannt".Thut nichts — die hämischen Kleingeister wollen ihn auch noch imTod heimatlos machen und leugnen ihm die deutsche Gesinnung