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Düsseldorf, der Vaterstadt des ungezogenen Lieblingsder Grazien, des ineistgesnngenen deutschen Dichters, sollte HeinrichHeine in einem Denkmal äußerlich verewigt werden, wie er innerlich vereinigt ist im Herzen des deutsche» Volkes. Es ist für denweiteren Verlauf der Angelegenheit und besonders zur Beleuchtungder Agitation wider diesen Plan von besonderem Interesse, daßeiitc streng katholische Fürstin, die Kaiserin von Oester» eich, inihrer Begeisterung für die Dichtungen Heinc's dem Plane dielebhafteste und thatkräftigstc Forderung zu Teil werden ließ.Nach Kaiser Friedrich's Tode wurden die wilden Hassesausbrüchcder muckerischen und antisemitischen Presse, welche bisher schonder Fdee eines Denkmals für den Loreley-Dichter zu Teil ge-worden waren, zahlreicher und lebhafter. Man erzählte von Be-einflnssnngsversnchen gegenüber der Kaiserin Elisabeth, und baldwar es kein Geheimniß mehr, daß der Aufrichtung des Denkmalsgroße Schwierigkeiten bereitet werden würden. Jetzt haben esdie Finsterlinge, welche in der Stadtverordneten-Versammlung zuDüsseldorf die Mehrheit haben, endgiltig abgelehnt, das Herter'scheHeine-Denkmal auf einem öffentlichen Platze der Vaterstadt desDichters aufstelle» zu lassen, und der Ausschuß müht sich, einenanderen Ort, möglichst am Rheine, für die klebernahmc desDenkmals zu gewinne».
Die frömmlerischen Blätter vom Schlage der „Kreuzzeitung"und des „Rcichsboten" plagen sich im Schweiße ihres Angesichtsab, den Nachweis zu führen, daß im Volke eine Abneigung gegenein Heinc-Denkmal bestehe, und wollen diese von ihnen getränmteAbneigung als einen „Zug der christlichen, deutsche» Volksseele"angesehen wissen. Thatsächlich kann man weit und breit imLande herumgehe» und man wird außer bei jenen Ariern, diesich in Agrarier und Catilinarier gliedern, und bei zelotischenGeistlichen und krähenden „modernen Rittern" nirgend einer Ab-neigung gegen Heine begegnen. Sic gehören zu den größtenKostbarkeiten unseres nationalen Geistesschatzes, seine wnnder-herrlichen Lieder und lyrischen Dichtungen, seine Reisebilder, seineRomanzen und sei» Atta Troll und wie alle die Werke heißen,in denen uns seine blühende, glühende Dichtersprache das Herz