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Das Denkmal für Heinrich Heine.
lUalzent sua lata ruouumenka — die Denkmäler habenihre Schicksale so gut wie die Bücher. Standbilder von Steinund Erz erheben sich anspruchsvoll auf den schönsten Plätzen derschönsten Städte, und der Beschauer faßt sich an die Stirn undsinnt und grübelt darüber nach, was denn der Alan» eigentlichso Großes und Rühmenswertes gcthan, dessen Gestalt und Antlitzfernen Geschlechtern pietätvoll im ehernen Bilde aufbewahrt werde.Der herrliche Leipziger Platz zu Berlin ward ausersehen, dieDenkmäler des Grafen Wrangel und des Grafen Brandenburg zutragen. Der Eine war ein unfähiger Heerführer, der Andere einunfähiger Staatsmann, Beide waren brauchbare Werkzeuge desAbsolutismus und der Reaktion zur Niedertretnng des Volkesnach dem Siege der Erhebung von l848. Aber das SteinbildWaldeck's, des großen Volksmannes, der gestritten und gelittenwie wenig Andere um die Aufrichtung des Rechtsstaates inPreußen, das Steinbild, das seinem Andenken das dankbare Volkwidmen wollte, es lag Jahr um Jahr in dem Geröll und Staubeeines Schuppens, weil die Aufstellung des Denkmals an einemöffentlichen Platze nicht gestattet wurde. Auf einem städtischenFriedhofe, welcher der Amtsmacht der staatlichen Polizei nichtunterliegt, hat man schließlich das Waldeck-Denkmal errichtenkönnen. Und kaum war der Gedanke aufgetaucht, Schultze-Delitzschein Denkmal am Alexander-Platz zu errichten, da erhob sich bereitsder heisere Zvrnesruf, daß das nicht geduldet werden dürfe. Derunvergeßliche Volksmann und Volkswirt ist ja nicht einmalLieutenant gewesen; außerdem hat er zur politischen Oppositiongehört. Für ein Kaiserin Augusta-Denkmal tummelt und regtsich's lebhaft in den Kreisen der Liebediener, und doch weiß keinMensch Etwas aus dem Leben dieser guten Gefährtin Wilhelm's 1.zu erzählen, das auch nur im Geringsten geeignet wäre, sie alseine an besonderen Verdiensten reiche Fürstin erscheinen zu lassen.Und welche interessanten Schicksale waren dem Plane einesHeine- Denkmals beschieden!