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Heine-Almanach als Protest gegen die Düsseldorfer Denkmalverweigerung
Entstehung
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v'Dleim hat in seinen Briefen an Jacoby vom 17. 18. und19. Februar 1768 den Vorschlag gemacht, einen Verein (damalsnannte man es eine Akademie) zu gründen, um berühmten Schrift-stellern und Philosophen Denkmäler zu errichten. Als solche Ehre vorAndern verdienende Männer schlägt er u. A. Leibnitz, Wolf,Thomasins, Kleist, Hagedorn (weil er „den armen Menschen Freudegesungen") u. f. iv. vor. Dagegen will er dem Verfasserder melancholischen „Nachtgedanken" kein Denkmal gönnen undden Helden und Königen nur unter gewissen Bedingungen: „Wennalle übrige Mitglieder einmütig dafürhalten, daß der aufzunehmendeFürst nach seinem Tode verdiene, von der Akademie begraben zuwerden; sonst schlechterdings nicht, und wenn er Kaiser wäre, nicht!"

So dachte vor 125 Jahren der Dichter der preußischenGrenadierlieder, der vielleicht ebensoviel Sinn für kriegerischenRuhm hatte, wie die Düsseldorfer Stadtväter, die Heine keinDenkmal in der Nähe des Kriegerdenkmals gönnen wollen.

lind verdiente der Dichter des Buchs der Lieder, nach GleimsAuffassung, nicht zwei Denkmäler? — das eine, „weil er denarmen Menschen Freude gesungen", und das andere, weil er denso erheiternden Beschluß der Düsseldorfer veranlaßt?, lind derBeschluß wäre gewiß sehr belustigend, wenn seine Motivirung nichtso kläglich traurig wäre. —

Wien, tl. März 1893.

Dr. Marens Landau.