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Heine-Almanach als Protest gegen die Düsseldorfer Denkmalverweigerung
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das auf dem blau geblümten Kanapee las, es müsse sich um einenDruckfehler handeln. Sollte das nicht richtig — lex Heineheißen müssen?"

„Ja", brummte der Pastor, „in Düsseldorf hat er Aergernißgenug gegeben."

Im KIcingehirn der Frau Emerenzia hatte die Idee„Blümchenkaffee" benachbarte Furchen affizirt. Sie sagte:

„Kann man (fragte ich in unserer von mir verfaßten Adressean den Stadtrat), kann man in einem Lesekränzchen christlicherFrauen und Jungfrauen Heine vornehmen? — Halten Sie nureinmal die Heiue'schen neben die Schillcr'schen Frauengestalten —"

„Stein, Frau Pastor, besser doch nicht!" Der Schalk machteals er sie unterbrach, ein Gesicht, als ob ihn jemand auf dieHühneraugen getreten Härte

„Thekla neben Rose Pvmpou!" fuhr die Alte unerbittlichfort. „Die zarte Amalie, die so ätherisch blasse Luise — nebenden geschminkten Seraphinen und Angeliques! Eine Gertrud, eineBertha — neben Hortense, Mouche und der gänzlich würdelosenEdith Schwanenhals! Sind das überhaupt Frauen, Herr Inspektor?"

„Nein, Verehrteste, zum Teil wenigstens nicht!" entgegneteder Gefragte. „Es sind Mannequins."

„Mannequins? Was ist das?"

Er überhörte sie. Ich habe einen Vorschlag zur Güte", riefer eifrig. „Werfen Sie endlich Ihren Düsseldorfer „Stadtgraben"zu, der schon lauge zum Himmel aufstinkt. Thun Sie als gingenSie auf die Denkmal-Idee ein — und bauen Sie dem Wüstlingeinen Schandpfahl über dem Schlamm des Düsseldorfer Urwelts-drecks. Bei dem Geruch wird sich Niemand in die Nähe desRosen- und Veilchen-Dichters wagen."

„Eine brillante Idee", bemerkte lächelnd der Pastor. „Abergottlob brauchen wir uns wegen des Platzes für das Denkmalkeine Sorge mehr zu macheu. Der Stadtrath hatte zwar vorfünf Jahren in seiner Judenfurcht einen Platz im Hofgartenbewilligt. Aber jetzt ist er sich seiner unwürdigen Schwäche bewußt