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Heine-Almanach als Protest gegen die Düsseldorfer Denkmalverweigerung
Entstehung
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Nein! Solch ein gottes- und königslästerlicher Demokrat darfkein Denkmal haben, und wäre er Homer als Dichter eben-bürtig !

„Sehr richtig!" nickte der bleiche Mann. „Denn ein Denk-mal ist ja sozusagen eine posthume Ordens-Dekoration."

„Ausgezeichnet ! (der Pastor rieb sich die dicken Hände) Undeines Ordens würdig ist nur der, welcher als treuer Unterthanhingebungsvoll im Dienst der Krone oder des Altars gewirkt hat.Schliesslich — Dichten! Das thnt doch in der Prima mehr oderweniger Jeder."

Wie? Das will ein Dichter sein?" keifte Frau Emerenzia.„Seine Frau hat er „dickes Kind" genannt. Thut das ein Dichter?Und wie würde er erst seine Schwiegermutter mißhandelt haben.Aber bei dieser Zigeunerheirat war ja der läuternde Begriff„Schwiegermutter" überhaupt ausgeschlossen. Ein Mann ohneSchwiegermutter — ich frage Sie blos: ist das ein Mann fürein Denkmal?"

„Er hatte sämmtliche Laster seiner nichtswürdigen Nace"dozirte Klotz, „und dazu noch die leider nicht abzuleugnende Vor-liebe der Germanen für's Saufen. Auf dem Brocken Hai er sichbekanntlich in unmenschlicher Weise übernommen, auch in Kölnwie sein „Wintermärchen" mit offenem Cynismus eingesteht. Ananderer Stelle findet sich sogar der Ausdruck: „stammentrunken"— offenbar Grog, wie denn die ganzen Nordseebilder im Ver-kehr mit Matrosen concipirt zu sein scheinen."

„Ach, und sogar die Nachtigallen erscheinen seinen unkeuschenBlicken frühlingstrunken!" ächzte Frau Emerenzia.

„Letzteres ist wohl blos eine Erinnerung an seinen MünchenerAufenthalt, ich meine den Salvatvr im März —begütigte derInspektor.

„Lieber Gott, ich gebe ja zu, daß er einige ganz netteSächelchen gemacht hat. Aber weil ihm zwischendurch, zwischenden Orgien seiner schamlosen Frivolität, ein klingelndes Liedcheneingefallen ist, deshalb soll man ihm trotz seines vielfachen Hoch-verrats —?!"

„Nein, keinesfalls!" pflichtete der Ausgewanderte bei. „Als