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Der Burgemcistcr von DüsseldorfTritt aus dein Stadtrathssaale —
Mit seine»? gewaltigen BanniwolltnchWischt er die Stirn, die kahle.
Und schmunzelnd spricht er: „daß die Afsär'Solch' glückliches Ende genommen,Ist hochcrfrculich; in DüsseldorfWird der kein Denkmal bekommen.
Doch scheint mir großer Nebenfluß
Das viele Gerede; ich meine:
Bei Shakespeare heißt es: „Viel Lärm um Nichts'',
Hier heißt's: „Viel Lärm um Heine".
Wer fragt im Jahre neunzig und dreiNach Heinrich Heine's Gedichten?
Selbst wir, das Oberhaupt der Stadt,Wir lasen sie mit nichten."
Und wie er so durch die Straßen geht,
Hört er ei» Lied erklingen;
Er kennt die Melodie, den Text,
Fängt an, lcii' mitzusingen.
Und zu der Düsseldorfer Glock',
Bedächtigem MittagsläutenSummt Seine Herrlichkeit vor sich hin:„Ich weiß nicht, was soll es bedeuten. . ."
W i e n.
Richard Wengraf.