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Heine-Almanach als Protest gegen die Düsseldorfer Denkmalverweigerung
Entstehung
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Die Väter der Stadl, sie lauschten stummUnd wiegten ernst die Köpfe.

Auf ihren Rücken tanzten herumVerstohlen die langen Zöpfe.

Und wieder trat ein Redner aufUnd sprach: Meine Herren Kollegen,Das Ding nimmt einen üblen Verlauf.Ich bitte zu erwägen:

Der Heine — mit Kummer sprech ich's ausIst populär gewordenWeit über Deutschlands Grenzen hinaus,In Ost, Süd, West und Norden.

In allen lebenden Sprachen wardSein Liederbuch übersetzet;

Ein Faktum ist's betrüblicher Art,

Wie sehr man ihn überschätzet.

Engländer, Spanier, Dänen sogar,Franzosen und Italiener —

Kein Zweiter der deutschen DichterschaarIst weltberühmt wie Jener.

Was soll'n wir sagen, wenn Einer fragt,Gekommen aus fremdem Lande :

Wo steht ein Heine-Denkmal? Sagt!Nirgends? O Schimpf und Schande! —

Die Väter der Stadt sie lauschten verstimmtUnd rieben sich die Nase.

Das Wort ein dritter Redner nimmtMit sittlicher Emphase:

Was scheert uns aller Hohn und Spott,Mit dem uns Fremde beluden?

Wir Deutsche fürchten nichts als Gott,

Doch nicht den Got! der Juden.