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Heine-Almanach als Protest gegen die Düsseldorfer Denkmalverweigerung
Entstehung
Seite
84
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„Er hat geliebt, gefreit dort die Grisette!"

Nun, solches hat ihm Göthe vorgemacht.

Doch sandt' er nie die Frau und nie die TochterIn Jerome's Bett zur eklen Sudelnacht,

Wie deutsche „Edelste" es flink verstandenDie um den Corsen sich als Sklaven wanden.

„Spott goß er ätzend über deutsche Dinge!"

Der herbe Scherz war Trost dem herben Schmerz.Ein Jude kann um's Vaterland sich grämen;

Beschnitten rite ward ihm nicht das Herz.

Ich nenne gleich dir einen, ans Verlangen,

Der 70 ist freiwillig mitgegangen.

„Nahm er vom Erbfeind nicht des schnöden Goldes?"

Er nahm; das Reich, das aus dein Polenland

Der Flüchtlinge so manches Tausend nährte,

Es fristete mit seiner milden Hand

Auch einem deutschen Sterbenden das Leben,

Dem Deutschland nicht, zum Ruhm, das Brvd gegeben.

Wer bricht den Stab? — Es sandte unser Kaiser

An die französische Akademie

Ein Trauerschreiben ob des toten Malers.

War's vor, war's nach dem Krieg? Bildstürmer, sieh'

Wenn nach dem Krieg so handeln Potentaten,

Hat Heine vor dem Krieg das Land verraten?

Ein Klopstock, Schiller, Beethoven und MancherEmpfing vom Ausland einst des Hungers Brod.O Michel, sieh', wie du dich läßt verhetzen;

Hast du ein Herz, in Scham jetzt wirst du rot:Die Besten ließ dein Geiz Brosamen klauben —Nun willst du noch die Ehre ihnen rauben?