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Heine-Almanach als Protest gegen die Düsseldorfer Denkmalverweigerung
Entstehung
Seite
83
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Mmm'K AU5-vsisNU-Naus seiner Vaterstadt Buckeldorf

mit einer Huldigung an die Kaiserin von Oesterreich.

„Hosiannah! Heil dein Denker deutscher Lieder!"Der Sänger schwur's, der warm das Glas erhob.

„Haut ihn, haut ihn! 'raus mit dem Judenjungen!"So schreit, von Gifte trunken, jetzt der Mob.

Des Blutes Saat ernährt den Sinn der Massen;

Europa heute frohnt dem Haß der Racen.

Mit Schmunzeln steht 'S der istankee, Sandwichs schluckend;

Eiszähe hält's der Erbe Asiens aus.

Wir sind die Bauern, die für drei Fuß Erde

Sich prozessiren toll um Hof und Haus;

Wir sind die Knaben, die sich einen wählen,

Den sie mit Knuff und Schimpfen redlich quälen.

Ja, Heinrich Heine lobte die Franzosen;

Hell war sein Blick und ehrlich seine Hand.

Doch wofür hat geklagt er und gelitten?

Für, das auch ihn verlrieb, für's Vaterland!

Sein Ideal war nicht der Völker Schlachten;

Die Stadt gedeiht, wenn sich die Nachbarn achten.

„Er war nicht deutsch gesinnt?" Was that denn Wolfgang,

Als Hermann's Sohne, in den Staub gekehrt,

Zum Ringen um die Freiheit sich erhoben,

Als Körner griff die Leier und das Schwert?

Er sang Prinzeßchcn an in glatten Stanzen

Und wußte auf dem Hofball Pas zu tanzen.

Hat den Geheimrat drob man angespieen,

Das Denkmal ihm geraubt im Vaterland?

Wie Heinrich Heine haben wir nicht Manchen,

Ob auch so Mancher schrieb so manchen Band.Die Grazien, deutsche Brüder, flieh'n euch gerne;Den Dulder ehrt, dem nie sie waren ferne!