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Heine-Almanach als Protest gegen die Düsseldorfer Denkmalverweigerung
Entstehung
Seite
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Ein Vorübergehender riß mich aus dem holden Traum,

Wie innig dacht ich damals an Heine, den Mann, der sosehr zu den Herzen zu sprechen weiß!

To hat er wohl schon jedem Deutschen eine schöne Stundegeschaffen und darum: dankt dem großen Lyriker, unserem Heine.

Berlin im März 1L93. Tanera.

I.

Heine und Lassalle, jetzt am Leben, welche Umwälzung würdedas in den literarischen und politischen Kämpfen der Gegenwarthervorbringen!

II

Eines habe ich an Heine auszusetzen: daß er nicht jetzt erstgeboren ist.

I)r. meä. Gg. Tarrasch,!I. Vorsitzender derLiterarischen Gcsellschafr"Nürnberg.

^Dorin liegt das Geheimniß der Zaubermacht, den dieDicht ungen Heine's auf das menschliche Herz ausüben, daß esunter ihrem Einfluß in freudigem Schlage aufpocht, daß die Seele,von Begeisterung ergriffen, sich gleichsam Flügel wachsen fühlt, diesie über sich selbst und über die graue Oede banaler Philister-haftigkeit, welche die Massen mit ihren Polypcnarmen umfangenhält, im entzückenden Gefühle der Befreiung emporschwingen läßt?Ganz allein liegt diese Wirkung in der kühnen Subjektivität seinesDenkens und Empfindens. Das Meer seiner reichen und tiefenIdeen, die bald wie mächtige Wellen uns umwogen, bald wieglitzernde Schaumperlen witzigen Geistesspieles aufsprühen; die mitduftenden Blumengewinden der Poesie umschlungene Geißel desSpottes über die Albernheiten und Verkehrtheiten unserer Zeit undGesellschaft; die geniale Ursprünglichkeit der Auffassung und Be-leuchtung alles Seienden, die unser eigenes Denken und Fühlen