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Heine-Almanach als Protest gegen die Düsseldorfer Denkmalverweigerung
Entstehung
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O Gott! wie häßlich bitter ist das Sterben!

O Gott! wie süß und traulich läßt sich lebe»

In diesem traulich süßen Erdenneste.

XI.

Trotz des ewigen Witzes war soviel erhabener Ernst in Heine,daß der Ausdrnck des Entschlafenen etwas durchaus heilandartigesan sich trug, ein Bild der VerklärungEr war als Leiche"erzählt Meißnerso schon, wie ihn niemand der ihn gekannt,am Leben gefunden; sogar sein Arzt behauptet, nie wahrgenommenzu haben, daß der Tod selbst über jugendliche Gesichter so vielVerklärung ausgegossen habe. Die Totenmaske, die man abnahm,hielt treu und dauernd diese Züge fest."

XII.

Man kann im Guten wie im Bösen erstaunlich viel aus derArt lernen, wie Heine das Religiöse behandelte, zumal wie er esüberall dichterisch verwebte. Eben dieses Stück religiöserPoesie, das in seinen Werken von seinem ewigen Suchen undStreben nach der Erkenntnis der überirdischen Gewalt zeugt, sprichtauch für seine ideale Mission, für das prophetische Element seinesWesens,- wie viel ihm auch zu einem vollkräftigen Propheten-geiste fehlt.

XIII.

Zm höheren Sinne des Wortes darf die Kraft transcendentalreligiös genannt werden, welche Heinrich Heine befähigte, achtvolle schwere Krankheitsjahre so einzig geduldig, ergeben, heroisch,unter steten Geistesarbeiten zu ertragen. Wenn außergewöhnlicheLeiden adeln, so ist Heine kraft dieser Leiden und kraft der fastübermenschlichen Geduld im Ertragen ein hoher Adelsgeist geworden;so daß durch diese Leidensflut all seine früheren Schwächen undSünden mehr als gesühnt erscheinen.

Berlin. Alfr. Chr. Kalisckier.

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