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Allgemeine Bestimmungen.
Secunde lind die ihr zugehörige Pendellänge = 1, so wirdfür ein Pendel, welches halbe Secunden schlägt, 4 1 erforder-lich seyn. Es folgt hieraus leicht, dafs Pendel fiir 1, für £und 2 Secunden füglich construirt werden können, die übrigengewöhnlichen Zeitabtheilungen aber durch Pendel ganz uner-reichbar sind. Wäre nämlich die Länge des Secundenpendelsin genähertem Werthe = 440 par. Lin., so würde die des Ter-tienpendels = ■ ■, also nicht viel über 0,1 par. Lin., die des
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Minutenpendels aber 3600 1, also 11000 F. betragen.
Die angesehenen Gesetze lassen sich leicht durch Versucheanschaulich machen. Man nehme zu diesem Ende ein dem ein-fachen möglichst nahe kommendes Pendel, nämlich eine etwa0,75 Zoll im Durchmesser haltende Messingkugel, deren Schwin-Simgscentrum man ohne merklichen Fehler in ihrem Mittel-puncte liegend ansehn kann, hänge sie an einem längere Zeitausgedehnten, also nicht mehr bedeutend elastischen Zwirns-faden auf, messe an diesem vom Mittelpuncte der Ivugel an 440par. Lin. ab, klemme in dem so erhaltenen Puncte den Fadenscharf zwischen den Fingern oder in einer Klemme fest, sowird man ein Pendel erhalten, welches so genau Secundenschwingt, dafs die Abweichung von einem völlig richtigen Se-cundenpendel leicht geschätzt oder durch Veränderung der Fa-denlänge empirisch corrigirt werden kann, wie die Vergleichungmit einer richtigen Secundenuhr ergehen wird. Um dann hier-aus ein Pendel fiir halbe Secunden zu erhalten , darf man dieseZeit nur auf das Quadrat, also 4 erheben, und der vierte Theilder Pendellänge, vom Mittelpuncte der Kugel an gemessen,giebt das gesuchte Pendel meistens mit überraschender, minde-stens für die Demonstration hinlänglich genügender Genauigkeit.
Zu einem zweiten Versuche nehme man ein Gestell, welchesaus einer unbeweglichen verticalen Stange AB mit einem hori-Figzontalen Arme CA besteht. Von letztenn lasse man an je zw'fei 31 ‘convergirenden Fäden die Kugeln a, ß und y so herabhängen,dals die verticale Höhe derselben die Längen 1, 4, 9 beträgt,und setze alle drei gleichzeitig in Schwingungen, so werdendie Zeiten derselben in den Verhältnissen 1:2:3 zu ein-ander stehn, mithin die Mengen der in einer gegebenen Zeitbeendigten Schwingungen sich \vie 3:2:1 verhalten. Die^ ersuche geben eine Genauigkeit der Resultate, die für so