Theorie.
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Nordlichtzone zu gleicher Zeit umfassen. Ferner können sieder Erde näher oder weiter von ihr entfernt seyn, je nachdemdie elektrisch gewordenen Dunstpartikelchen sich mehr oder we-niger erheben, sie müssen unter niedern Breiten wegen derdurch Kälte bedingten Trockenheit der Luft in der Regel höherseyn, auf jeden Fall aber können sie die Erde nicht unmittelbarberühren, weil sonst eine Herstellung der elektrischen Neutrali-sation erfolgen und somit die Bedingung ihres Entstehens aufge-hoben seyn würde.
Mich dünkt, es sey nach dieser Darstellung von selbst klar,dafs ungeachtet der bis zum Leuchten aufgehäuften Menge vonElektricität dennoch ein Blattgoldelektrometer keine Abstofsungder Blätter zeigen könne, selbst wenn es mit einer langen iso-lirten Kette oder Stange in Verbindung steht, weil ja eben dieisolirende Eigenschaft der Luft nothwendige Bedingung des ent-stehenden Nordlichts ist und bei einer langem Zuleitung dieseoffenbar bis in die leuchtenden Massen reichen miifste, um diehierin stattfindende Anhäufung von Elektricität anzuzeigen. Eskonnte somit blofs die durch Iloon gewählte Vorrichtung imVerlauf einiger langem Zeit Spuren* des aufgehobenen elektri-schen Gleichgewichts zeigen, jedoch gleichfalls nur in jenenGegenden, wo die Nordlichter ganz eigentlich einheimisch unddaher auch niedriger sind. Dagegen aber mufs die Magnetna-del jederzeit durch das Nordlicht afficirt werden , es sey denn,dafs sie sich jenseit der Zonen der thermelektromagnetischenErregung der Erde, d. h. jenseit der magnetischen Fole, befin-det. Dieser Satz, welcher allerdings zunächst aus r^ituy’sBeobachtungen abstrahirt ist, Endet jedoch zugleich eine Bestä-tigung durch die theoretische Betrachtung, dafs der magnetischePol der Erde , eben wie die elektromagnetischen Pole unsererkünstlichen Apparate, nicht füglich anders liegen kann, als an deräufsersten Grenze der elektrischen Erregung, folglich kann eineVeränderung der letztem nicht füglich ihren Einflufs über dieangegebene Grenze hinaus äulsern.
Die Erklärung des Einflusses, welchen das Nordlicht aufdie Magnetnadel ausübt, mag wohl einer der wichtigsten Theileder ganzen Theorie zu seyn scheinen , aber sicher ist er keinerder schwierigsten, wobei jedoch zu berücksichtigen bleibt , dafsdie Erfahrung über diesen Punct bisher noch nicht definitiv ent-schieden hat und künftige Beobachtungen daher die Richtigkeit