T li e o r i e.
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bedeutenden Entfernung von einander sind. Die Richtungendieser Strahlen liegen in einem Kreise, dessen Mittelpunct der je-desmalige Magnetpol der Erde ist, und zwar gehören die meistenNordlichter den beiden starkem Polen der magnetischen Erdaxein Nordamerica und in Neuholland zu. Ist das Auge des Beob-achters gegen das magnetische Zenith (den in der verlängertenRichtungslinie des Südpols der Inklinationsnadel liegenden Punct)gerichtet, so läuft die Gesichtslinie mit diesen Strahlen parallelund man erblickt das blaue Himmelsgewölbe, nach jeder an-dern Richtung Stöfst aber die Gesichtslinie auf mehrere hinter-einander liegende Strahlen und erblickt also den Lichtschein,wobei jedoch, um die Form des Bogens und das dunkle Segmentunter demselben zu erklären , noch angenommen werden rnufs,dafs die Lichtcylinder kurz und unten, wo sie von der Erdeaufsteigen, nicht leuchtend sind, im Gegentheil sollen sie dieAtmosphäre bei ihrem Durchgänge durch dieselbe verdunkelnund erst an der Grenze derselben leuchtend werden , wodurchdann nicht blofs das dunkle Segment, sondern auch der Um-stand eine Erklärung erhält, dafs die an sich heitere Luft beimNordlichte sich in schnell folgenden Wechseln oft beträchtlichtrübt, welches Hansteen als die wahrscheinliche Folge einerVerdichtung des vorhandenen Wasserdampfes betrachtet.
Aus diesen Voraussetzungen lassen sich, wie ich glaube,alle verschiedene Erscheinungen beim Nordlichte sehr gut er-klären. Es folgt nämlich zunächst, dafs jeder Beobachter, wiebeim Regenbogen, ein besonderes Nordlicht sieht, insofernseine Gesichtslinien nach eigentümlichen Lichtstrahlen gerich-tet sind. Am Horizonte müssen ferner die Lichtstrahlen aufzu-schiefsen scheinen und, so wie sie höher steigen, sich zu einemBogen vereinigen, welcher mit der Höhe schmaler und minderleuchtend wird, wenn ihn nicht die trübere Luft in der Näheder Erdoberfläche unten verdunkelt. Gar keine Schwierigkeitenbieten die einzeln sich zeigenden Lichtsäulen dar und die Licht-blitze, welche an den unterschiedenen Stellen des Bogens oftmit grofser Schnelligkeit emporsteigen, blofs die Bildung derNordlichtkrone scheint mir aus dieser Plypothese nicht erklär-lich zu seyn und ich nehme daher um so lieber alles zusammen,was Hansteex darüber aufstellt. Er sagt: Aus der vom Poleabwärts gewendeten Seite des Bogens strömen Lichtsäulen infast senkrechter Richtung auf denselben bis zum Zenith hinauf,