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Nordlicht.
grofse Massen, namentlich von Asche, durch die isländischenVulcane emporgeschleudert werden, deutet darauf hin, dafs1783 ganz Europa aus dieser Quelle mit einem trocknen Nebelüberdeckt wurde, und folgert dann aus allem diesen, dafs dieMaterie des Nordlichts aus ähnlichen vulcanischen Troductenbestehn könne. Gegenwärtig fühlt indefs jeder, dafs dieserletztere Tlieil der Theorie gewifs nicht aufgestellt wäre, wennman damals schon die Resultate der neuesten englischen Ent-deckungsreisen gekannt hätte, obgleich es dennoch auffallendseyn mufs, dafs Biot die so nahe vorliegende Frage gar nichtberücksichtigt hat, warum das ganz vulcanische Island nichtvielmehr den eigentlichen Herd der Nordlichter abgiebt, odermindestens gleichfalls einen solchen , falls es denkbar ist, dafsirgendwo im höhern Norden noch gröfsere und dennoch ganzunbekannt gebliebene vulcanische Thätigkeiten sich vereinigtfänden. Warum die Cylinder weiter nach Süden eine horizontaleLage erhalten sollen, wie es möglich sey, dafs einzelne Nord-lichter über eine Zone von mehr als 100 Längengraden gleich-zeitig gesehn wurden , aus welchen Gründen sie in Sibirien undNordamerica so häufig sich zeigen, diese und zahlreiche andereFrästen bieten eben so viele unüberwindliche Schwierigkeitengegen die aufgestellte Hypothese dar.
Hansteest giebt eine auf die Einzelnheiten des ganzenrhänomens sich beziehende Erklärung und eine Hypothese überdas eigentliche Wesen desselben. Den ersten Entwurf hierzu Itheilte er nur gelegentlich als Anmerkung zu der Nachricht von )der Wiederauffindung der Ostküste Grönlands durch SconESBlmit 1 , späterhin verbesserte er diesen selbst und erläuterte dasGanze durch einige Figuren, die mir jedoch zum Verständnisnicht gerade nothwendig zu seyn scheinen 2 . Nach seiner An-sicht besteht das Nordlicht aus einer grofsen Menge unter einan-der paralleler, in der Richtung der Neigungsnadel aufsleigenderStrahlen oder Lichtcylinder, wie Dalto.y meint, die in einer
1 Magazin for Naturvidenskaberne. Aargang 1824. 1. Hft. p. 85.Aufgenommen in Edinb. Phil. Journ. XXIII. 83. XXIV. 235. Ueber-setzt mit Anmerkungen von KÄmtz in Schweigger’s Journ. N. It.XVI. 188 ff.
2 Phil. Magaz. and Ann. T. H. p. 338. Daraus in Schweigger’sJourn. N. R. XVIII. 360.