von Bürgen, die für ihre solidarische Haftpflicht vertragsmäßig als Faustpfand die Stenern von Uphöfen, Gersthofen,Haßsurt, Broinberg und die Weiugartbeete im Land des Bischofs zugewiesen erhielten.
Der „zu Gottenheim" genannte Heinrich verlor sich, laut „Beilage in dem Scharmützel bei Ro-thenburg i. Z. (389, der andere „von Gnetz heim" genannte, erhielt, laut Lehenbuch des Albert von HohenloheZehenten in Eibelstadt, die ans ihn als Erben seines Baters gefallen waren. Die beiden Brüder siegeln i. Z.(379 neben einander eine Würzburger Hochstistsurkunde, die jetzt im k. Reichsarchiv liegt, als Heinrich von Rot-te nhe im und Heinrich von Gnetzheim^).
Mit seiner Gattin Margarethe verkaufte er, laut Grig.-Perg. Urkunde im sürstl. Archiv zu Schwarzenberg(Beilage Hz) am (3. November (332 einen Theil der Zehenten zu Hüttenheim, Wiesen und Realitäten zu Brossolz-heim und zwischen Rottenheim und Nordheim. Als Zeugen siegelten „Hans von Seinsheim gesessen im See,Burkhardt Tesche, Wilhelm von Seinsheim zu Wildberg und Hans Weckh, Bürger zu Windsheim.
Zu der „Beilage öö" Orig.-Perg.-Urkunde des Rothenburger Stadtarchivs vom ((.Zauuar (38^ nennt ersich: „Heinrich von Sawnsheim von Gnetzheim, der jüngere, Ritter, gesessen zu Rottenheim.Er erklärt, daß er mit dem Bürgermeister und Rath der Stadt Rothenburg sich geeinigt habe,ihr Bürger zu werden, ihren Nutzen fördern, Schaden verhüten zu wollen und ihnen seineBurg Rotten heim offen zu halten, auch fünf Zahre lang mit 5 Gleven ihr zu dienen
Da bekanntlich die Seinsheims mit der Stadt Rothenburg in Fehde waren, fällt dieser Schritt aus, erklärtsic h aber durch die Ehronik der Deutschen von Sebastian zu Wörth, in welcher folgende Stelle vorkommt: „Zur Zugder Städte gegen Herzog Stephan von Bayern kamen von allen Seiten Absagebriese nachRothenburg, die Seinsheims zogen mit geharnischten Reitern, zwei Edelknechten und (6 Lan-zen gegen Rathen bürg, sielen aber in einen Hinterhalt und wurden, als die D i n ke l sb ü h l e rden Rothenburgern zu Hilfe kamen, niedergeworfen^').
Unter diesen „Niedergeworfenen" scheint Heinrich von Seinsheim sich befunden zu haben, der dann in Folgedessen in vorbeschriebener Weise Friede mit der Stadt schloß und dadurch sich sicher stellte. Die beschmutzte, stark gebräunte aber sonst gut conservirte Urkunde von steifem Pergament ist gesiegelt von Walter von Hohenriet, dein Land-richter von Rothenburg Lupold Ruchenmeister von Nordenberg und Heinrich von Seinsheim zu Gnetzheim.
Wir treffen ihn auch i. Z. (837 in den Eruchseß von Baldersheim'schen Regesten, am (2. Zuli (88ö warer Zeuge des Eunz Zolner von Wielanzheim, der mit seiner Gattin die Beste Wielanzheim an seilten Vetter StephanZolner von der Halburg und dessen Sohn Runz verkaufte.
Am 2. Februar desselben Zahres verzichtete er aus seine Güter zu Eybelstadt, die ihm der „erbar her Jo-hann Schenk voll Erpach, Domherr von Würzburg gegeben hatte. Mit ihm siegelte (Beilage 7«)) sein SohnWilheI m.
Conrad von Binsheim.
Der erste Eonrad, der uns bekannt wird, ist der, welcher i. Z. (827 aus einer Urkundevorkommt, die Hildebrand von Seinsheim zu Gchsenfurt ausstellte, Eonrad siegelte dort, saßaber in Randersacker.
Nach „Beilage 3b" war er ein Bruder Arnolds, der am 2P Zuli (8t^ nicht mehr am Leben war,denn er siegelte die Urkunde mit „Zohans, Herrn Arnolds vo n Sawens he im s e lige n S u n", seinem Neffen,während i. Z. (327 Arnold noch selbst mitsiegelte und als „Edelknecht" bezeichnet wird: am (6. Zuli (33^und 29. Gctober desselben Jahres siegelt er abermals mit, am 2P April (3^( ist er Bogt zu Ritzingen, wie die„Beilagen ZZ 22 und 3)" beweisen'"'D-
H In Rothenburger Urkunden erscheint ,,Heinrich von Savensheim der junge wiederholt von tö8z bis t-M7. Auch der histo-rische Verein von Utittelfranken bringt in seinein Jahresberichte von p. eine Urkunde vom Georgitag t222, in welcher Hein-rich von Sawensheim, Ritter, „von Gnetzheim" genannt wird. Die Vrig.-Perg.-Urkunde ist im Besitze des Vereins.
Sn den Städtekriegen gegen Uönig IVenzel HZ70—sZ87) theilte der Adel Frankens sich in zwei Lager; die eine Parteihielt zum König, blieb in ihren Bnrgen, die andere bildete eine bevorzugte Tlasse in den Städten, bis endlich i. S. ;z87 die Tagfahrtzu tUergentheim den Frieden zu Stande brachte. (Chronik der Deutschen — von Sebastian zu tVörth, Augsburg, I5Z8.)
»«-!-) z^uch die „Beilage 2t" beweist, daß Tonrad und Arnold Brüder waren. Sie datirt vom R. Juli sZZ4, stammt vomHochstift tVürzburg und liegt im k. Reichsarchiv zu München.