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Die Seinsheims und ihre Zeit : eine Familien- und Kulturgeschichte von 1155 bis 1890 ; mit urkundlichen Belegen und Illustrationen
Entstehung
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des Familien-Schildes galt, das auch der i. Z- verstorbene Deutschmeister und Fürst des

heil. Röm. Reichs Eberhard von 5 eins heim geführt hat.

Nachdem Grüneberg das Wappenschild mit sechs weiß-blauen Streifen bringt, und mit weiß beginnt, dürftedieß die richtige Folge sein.

Der Umstand, resp. die Gewohnheit, daß in den Siegeln die Streifen bald mit weiß, bald mit blau an-fangen , wie bereits früher bemerkt, darf uns hier ebenso wenig irre machen als der Wechsel von H, 5 oder 6 j )sählenund die abweichende Orthographie von Brüdern aus derselben Urkunde.

Die Geinsheims erscheinen zuerst in Ostsranken, dem nördlieben Theile des alten Austrasien, in der Gegendvon Ochsensurt, im Taubergau, dann bei Marktbreit, in Würzburg, Schweinsurt, im Rangau, im Zart-, Saale-und Zsfigau, auch im Haß- und im Gollachgau, und sagt die alte Thronik von Ussenheim „die Schirm-vogtey von Seinsheim, wo i. Z. s2Z7 ein eigenes Rittergeschlecht, Hohenloh 'sche Va fallen, zu Hausegewesen." Ts ist ganz richtig, daß die Seinsheims Lehen von den Hohenlohes hatten, aber auch mindestens eben-so viel vom Würzburger Hochstist, den Grasen von Tastell, den Herzogen von Brandenburg und dem Aloster amPichelsberg zu Bamberg, wie wir sehen werden.

Or. Stein sagt in seiner „Geschichte von Franken" II. I 287: „Au freien Herren, die späterzur Grasen- undFür st e nwürde gelangten, st e h e n voran dieHe r ren v 0 n H 0 h en10 he, a u ch reich e nin diesen Zeitrauin die Ritter von Sawensheim, von denen ein Zweig in neuer Zeit bis zurFürsten würde mit der Herrschast Swcharzenberg ausstieg.

Die frühzeitige Bevölkerung jenes Theils von Franken, wo wir die Seinsheims finden, beweisen uns eineReihe von Ortsnamen, die aus die alte Zeit hinweisen, in der dort noch Alles heidnisch war; wir erwähnen z. B.Baldersheim von Baldur oder Balder, dem Sohne Odins, Berchtheim von der Göttin perchta, Gonners-dorf von Donar oder Thor, Frickenhausen von Frigga, der Gattin Odins, der Berg Wittich von dem gleich-namigen Faun, das Gohfeld und Volks eld von Goth und Folkwalda aus dem Geschlecht Wodans, Wielanz-heim von dem mythischen Gott Wielant, u. a. Bezüglich Wielanzhe im, einem der ersten Sitze, wowir die Seins hei ms treffen, mag hier bemerkt werden, daß dieser Ort bereits i. Z 770 erwähnt wird,als dort zu Ehren des heiligen Martinus, eines der Hauptpatronen Frankens, eine Aapelle erbaut wurde. Im Zahr889 erwähnt es Falkenstein in seinen „TVutchuit. RorclAuvions. II. s60.

Durch Gerungus von Wielanzheim kam es i. Z. als freies Eigenthum an das Hochstift Würzburg,

von diesem i. Z. sZ02 an die Seinsheims, und ist heute noch ganz gut die Stelle zu erkennen, wo das Schloß ge-standen, rechts an der Straße von Zphosen her, wenn man in das Dorf einfahrt. — Jetzt ist das Anwesen einWirthshaus, die früheren Anlagen um dasselbe fallen jedem in die Augen und trägt die Besitzung den Namen„Schloßhas."

Die ersten nachgewiesenen Geinsheims.

erste Niederlassung war nach den vorher erwähnten Berichten der heutige MarktSeinsheim, dessen altes Gerichtssiegel unten abgebildet ist, und uns das Wappen derGeinsheims, von einem Fluß durchströmt, erkennen läßt.

Ob dort ein Schloß gestanden, ist nicht mit Bestimmtheit zu behaupten, wahrscheinlich war esnur eine einfache Niederlassung und wurde frühzeitig zerstört.

Außer dein alten Sei nshei m'-s c h e n W a p p e n a in Rathhaus ist vonalten Reminiscenzen dort nichts zu findenals die Benennung „E delgraben," undin der Pfarrkirche eine Stiftung, daßaii den H ^uateniber-Samstagenfür den verstorbenen SebastianFreiherrn von Seinsheim und dieFamilie Seelenämter gehaltenw e rd en, au ch 0 Messen i n der Fron-leichnams-Octave. Als neue Stift-

ung ist zu erwähnen das schöne gemalte Fen-ster aus der Evangelienseite neben demHochaltar, die Gottesmutter vorstellend,unter ihr d as Sein sheimische neueWappen, das von dem verstorbenenGrasen Max von Seinsheim der Aircheversprochen, nach seinem Tode durch des-sen Sohn, Grafen Tarl, jetzigen Majo-ratsherrn und Reichsrath, der Airche ge-schenkt wurde.

Was die Seinsheims selbst betrifft,

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