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Die Seinsheims und ihre Zeit : eine Familien- und Kulturgeschichte von 1155 bis 1890 ; mit urkundlichen Belegen und Illustrationen
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so fällt deren Bekanntwerden in die Zeit Kaiser Friedrichs I,, der, um sein Reich zu stärken, einen Rkittelstand schaffenwollte zwischen Fürsten und Raffer, daher die Städte sehr begünstigte, Lübeck und Regensburg zu Reichsstädten erhobund der Stadt Rkainbernheim, die sich ihm freiwillig unterwarf, Privilegien gab, was Veranlassung zum Bekannt-werden der ersten Seinsheims gibt, durch eine Bamberger Urkunde des Michelsberger Klosters und die Kaiser-Urkunde Barbarossas.

In jener Zeit der Kämpfe zwischen Welsen und Gibellinen, in welcher chochadeliche, Adeliche und UAniste-riale ihren Namen von demselben Stammsitz herleiteten, kam man aus die irrige Ansicht, als ob der s. g. niedereAdel nicht aus dem Stande der Ucinisterialen oder adelichen Dienstmauuen entstanden wäre, sondern aus demhohen Adel.

In dieser Zeit der italienischen Reisen des Kaisers, zwischen seinen s. g. Römerzügen sind die Urkundenäußerst selten, worüber sich Niemand wundern wird, der die Zustände jener Periode in's Auge saßt. Familien-Aus-zeichnungen wurden entweder gar nicht gemacht, oder — wenn solche vorhanden waren, so gingen sie durch die Kriege,Brände und Klosterstürme zu Grunde.

Da erscheint, zwischen dem ch und 5. Römerzuge des Kaisers, i. I. ssöä auf einer Kloster-Urkunde Bis-pertus 6e Loveusbeim, bomv couäitiones iuAeuuue, d. h. frei, ri tte r b ü rtig, ein Reichsherr;die InAeuui waren ausdrücklich von den Dienstmannen unterschieden. luAsuui waren dieEdlen bis zun: Grasen hinaus, so erscheint aus einer Urkunde v. I. Gras Reginbotovon

Gick an der Spitze einer Reihe von Ingenuis, die keine Grasen waren, also Standesgenossen,wenn auch verschiedenen Ranges.

Der Inhalt der photographisch reproducirten, dann als „Beilage abgedruckten Gr.-perg.-Urkunde ist:„Eispert von Sovensheim, u nver Heirat h et und kinderlos, vermacht für den Fall, daß er ohneLeibeserben sterben sollte, den: Wiche lsb erger Kloster in Bamberg seine Güter in perrn s Heim-und Sovensheim, übergibt dieselben dein Grasen Gerhart von Bergtheim in die Treuhand,der Schirmvogt des Klosters war. ch

Das Institut der Schirmvögte entstand so ziemlich gleichzeitig mit den Klöstern, welche durch die Schancknngen derFürsten und Adelichen reich und mächtig wurden. tvenn sie Schutz bedurften, gewährte ihn der Kaiser. Der konnte aber nicht über-all gleichzeitig helfen, es wurden daher Vasallen eingesetzt, denen man das Amt des Schirmvozts übertrug, vielfach wählten auch dieKlöster ihre Schirmvögte selbst, da es nicht passend schien, in der einen Hand das Brevier, in der andern das Schwert zu halten

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