Dieses also gestaltete Wappen zeigt offenbar eine Wehrung oder Besserung, ohne daß übrigens in dein obenerwähnten Wajestätsbriese irgend ein Bezug daraus vorkäme oder durch eine spätere Urkunde gewonnen wäre,was übrigens nicht als Anomalie anzusehen ist, obgleich mitunter bis in's Jahrhundert zurückreichende Wappen-briefe vorkommen, H
Wenn man das Seinsheim-Siogol mit den später in das Wappen ausgenommenen Wappen Ebern in Ver-bindung bringen wollte, oder den Namen Sovens- oder Savensheim auf das mittelalterliche soewen, soejen odersoegen — auch sochen, saigen, saien, seien, d, h, „ausstreuen, säen" (Lexer-B. 5-, 57^) anwenden wollte, mit Rück-sicht aus die fruchtbare Gegend, in welcher die Seinsheims sich niederließen, würde man dadurch nur die Anzahl vonTonjecturen noch um eine vermehren, genug, es kann aus ein bereits i. I. (260 vorkommendes „Sayns-heim" hingewiesen werden, dessen Träger „Lonraäus äiotus cke Laynsbeim" gewesen, obwohl im selbenJahre auch ein „Thunrad von Sauwensheim" und i, I. ein „Tonrad von Sauwensheim" ur-
kundlich erscheint, während wieder i, I. (262 ein „Vberbarclus cke Sauwensbeim" siegelt.
Die Orthographie jener Zeit hinderte durchaus nicht, daß aus derselben Urkunde Brüder in verschiedenerSchreibweise ihres Namens vertreten sind, die Stempelschneider nahmen es, wie wir häusig zu bemerken Gelegenheithaben, noch weniger genau.
Tentral-Archiv-DirektorBerger kommt dann auf diesteinernenDocumente vonSeins-heim, die noch vorhandenenGrabsteine, und fährt fort:
„Von ganz besonderemInteresse in heraldischer Be-ziehung ist jener Grabsteindes Heinrich von Seins-heim im Areuzgang desDomesznW ü r z b u r g, a u fwelchem Heinrichin gan-zer geharnischter Figurdargestellt ist, mit derüber seinen: drahtbedeck-ten Haupt wehendenSturmfahne in der Rech-ten, den: symbolischenUngeheuer unter seinenFüßen und dem Uübel-h ein: nebst WappenschiIdlinks zu seinem Haupt,
Auf diesen: WürzburgerGrabstein, nicht zu verwechselnmit den: des Heinrich vonSeins Hein: zu Ubarburg-hausen (v. I (2^2) stelltsich das Wappen als fünfmalgespaltener Dreieckschild ältesterheraldischer Gestaltung dar,ähnlich den: Siegel des Hilde-brand von Seinshein: an derGr. perg. Urkunde von: 26.Juni (223, dieals „Beilage ö"abgedruckt ist.
Ehedem, als man noch
nicht so fein zwischen Schild-spaltung und pfählen in: Schildzu unterscheiden pflegte, würdeman in: vorliegenden Fallevon 2 Pfählen in: spitzenSchild gesprochen haben, wiraber werden die oben erwähn-ten 2 Spalten genau in's Augefassen mäßen, und uns durcheinen noch ältern Seins-hein:'scheu Wappenschildnicht irre machen lassen, wel-cher an einen: Siegel zu sehenist, das an einer Urkunde „von:Sand Niclastag — 7. Dezem-ber (228 hängt. Es ist dießdie Urkunde, durch welche E r-ki n ger von Seins Hein:mit seiner eIichen wirtinAlheit eine ewige Ukeße undUaplanei zu Nordhein: stiftet.Es verdient dieses Sie-gel um so mehr Beacht-ung, als es zu den älternw ohl e r haltenen SiegeI nzählt. (Es ist auch die in:fürstl. Archiv zu Schwarzen-berg befindliche Urkunde guterhalten.) (Beilage 25.)
Der Aussteller ist derselbeErkinger, der in den: Lehen-buche des Bischofs Wolframvon Würzburg i. I. (225„Urb intern 8 6e Sa wen 8-beim, senior, lVIiles",genannt wird. Er hieß sich
D Auf dein steinernen Grabdenkmale des Heinrich von Seinsheim zu Marburghauscn v. Z. ,5^5 ist bereits dieses Heiden-männlein mit dem alten Topfbelm, und an einer alten (!)r.-(derg.-ltrknnde v. 2Z. 2lnanst tZ86 fim k. Aeichsarchiv zu blknncheni Imnatdas Siegel Wilhelms von Seinsheim, welches ebenfalls bereits das Heidenmännlein aufweist. —
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