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[4] (1837) Nachträge und Zusätze zur ersten Auflage der Wunder des Himmels
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trigonometrischen Rechnungen erreichen kann. Da es aber doch häufigFälle gibt, wo diese Genauigkeit nicbt gefordert wird, und wo einedeutliche, anschauliche Darstellung der Sache, selbst dem Geübten, will-kommen ist, so ist es selbst dem eigentlichen Astronomen nützlich, mitdem Gebrauche des GlobuS sich näher bekannt zu machen. Besondersmißlich ist der Gebrauch der Rose, die auf den meisten Globen nur kleinist und auf der man oft zehn und mehr Zeitminuten nicht mehr mitSicherheit angeben kann. Allein man kann diese Rose nicht nur ganzentbehren, sondern auch, statt derselben, den Aeguator der Kugel an-wenden, der als ein größter und gewöhnlich gut eingeteilter Kreisdieser Kugel eine viel höhere Schärfe gemährt, so daß man bei dengrößeren und mit Sorgfalt gearbeiteten Globen die Zeit bis auf dreioder vier Minuten genau bestimmen kann.

Um auch dies; durch ein Beispiel deutlich zu machen, wollen wir denGlobus für irgend einen Ort und Tag, z. B. für den aosten Juliusum s Uhr Morgens, Wiener Zeit, stellen, oder orientiren, so daß ermit dem Stand des Himmels zu dieser Zeit vollkommen übereinstimmt.

Oben (H. 197) haben wir diese Aufgabe auf folgende Weise aufge-löst: Man stelle den Globus auf die Polhöhe Wiens, bringe den Punktder Ekliptik, der die Länge der Sonne anzeigt (hier 126° isJ unter denRing und die Rose auf 12 Uhr. Dann drehe man die Kugel gen Ost,bis die Rose 9 Uhr Morgens gibt.

Statt dieser Borschrift werden wir nun, mit größerer Genauigkeit,folgende aufstellen: Man stelle den Globus auf die Polhöhe Wiensund stelle den Punkt des Aequators, der die Rectascension der Sonneanzeigt (hier 8/- nach H. sz), unter den Ring, wodurch der Globusfür den Mittag dieses Tages orientirt ist. Um ihn dann für 9 UhrMorgens zu stellen, dreht man die Kugel gegen Ost, bis der mit zs'bezeichnete Punkt des Aeguators unter den Ring kömmt. Wollte manihn aber z. B. für 10 Uhr Abends stellen, so wird man die Kugel genWest drehen, bis der mit 18^ bezeichnete Punkt des Aeguators unterden Ring kömmt u. s. w. Legt man dann, in der letzten Lage des Globus,den oben (Z. 200) erwähnten Streifen so an die Kugel, daß er durchden höchsten Punkt der Kugel (oder durch das Zenith des Beobachters)und durch ein bestimmtes Gestirn geht, so erhält man die Höhe diesesGestirns, wie es am Zvsten Julius um 10 Uhr Abends in Wien er-scheint, und auf eine ähnliche Weise wird man mit allen den früherangeführten Aufgaben verfahren.

Z. 214. (Den Ort der Erde finden, der zn einer bestimmten Zeit ein gegebenesGestirn in seinem Zenithe sieht.) Beschließen wir diese Probleme mit einerFrage, deren Beantwortung durch Rechnung man sonst wohl für schwergehalten hat, die sich aber, mit Hilfe eines Erdglobus, wie man sehenwird, sehr leicbt auflösen läßt.

Um auch hier, der größeren Deutlichkeit wegen, sogleich einen spe-cialen Fall zu nehmen, wollen wir denjenigen Ort auf der Oberfläche