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mit dem Erdglobus ganz so, wie oben Z. 201 für den Himmelsglobusgesagt worden ist.
Man kann aber auch, ohne Hilfe der Ekliptik, auf folgende WeiseVerfahren. — Man sucht für den gegebenen Tag die Declination derSonne aus der dritten Columne der Tafel des §. sz. Diese ist, in demBeispiele des §. 201, für den isten Mai gleich 14° 54' nördlich. Nundrehe man die Kugel in ihrem Ringe, bis irgend ein Ort der Erdeunter der auf diesem Ringe verzeichneten Declination von 14° 54' steht,wie dieß hier z. B. mit Goa in Ostindien der Fall ist. Man stellt alsoGoa unter den Ring, den Zeiger der Rose auf 12 und den Pol unterdie geographische Breite von Wien, die gleich 4»° 12' ist. Dreht mandann den Globus gen Ost, bis Goa im Horizonte erscheint, so zeigt dieRose 4^ 4s' Morgens für die Zeit, wenn an diesem Tage in Wien dieSonne aufgeht, und eben so findet man, wenn man den Globus ebenso weit gen West dreht, für den Untergang der Sonne in Wien 7^ 11'Abends, wie oben §. 201.
Auf dieselbe Weise wird man auch mit den folgenden Aufgaben destz. 202, 203 verfahren, wenn man die Declination der Sonne und irgendeines anderen Gestirns sammt der Differenz ihrer Nectascenfionen durchzwei willkürliche Punkte des Erdglobus bezeichnet.
§, 210. (Wie die Erde zu jeder gegebenen Zeit vvn der Sonne beleuchtet
wird.) Nehmen wir für diese Zeit den Mittag des 7ten Novembers inWien, für welche Zeit die südliche Declination der Sonne (nach §. 53)gleich 16° 6' ist.
Man stelle nun den Nordpol, wenn die Declination der Sonnenördlich ist, oder den Südpol, wenn sie südlich ist, so viele Grade überden Horizont des Globus, als diese Declination beträgt (in unseremBeispiele wird also der Südpol in die Höhe von 16° s' gestellt), undbringe Wien unter den Meridian und den Zeiger auf 12 Uhr. In dieserLage der Kugel ist der unter der südlichen Declination 16° 6' unter demRinge stehende Punkt der höchste der Kugel, und senkrecht über ihmstellt man sich die Sonne in unendlicher Entfernung vor. Die über demHorizonte des Globus liegende Hälfte der Erde wird daher, in diesemAugenblicke, wo es in Wien Mittag ist, von der Sonne beschienen,während die andere, untere Hälfte Nacht hat. Alle Bewohner der Erde,die jetzt unter der oberen Hälfte des Ringes stehen, haben eben Mittag,denen in der Ostseite des Horizonts geht die Sonne eben unter und denenauf der Westseite auf, und die von der unteren Hälfte des Ringes be-deckt werden, haben Mitternacht. — Will man sehen, wie sich diese Be-leuchtung der ganzen Erde in dem Augenblicke verhalte, wo es in Wien6 Uhr Abends ist, so dreht man nur die Kugel des Globus gen West,bis die Rose 6 Uhr zeigt, und in dieser Lage haben alle Orte der Erde,die unter dem oberen Theile des Ringes liegen, eben Mittag, die imöstlichen Horizonte Sonnenuntergang, die im westlichen Sonnenaufgangu. s. w. Dreht man die Kugel ganz um ihre Axe, so findet man alle