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die Orte, die nach Und Nach durch den Grad is° 6' der südlichen Decli-nation des Ringes gehen (wie Porto Seguro und der Titicaca-See inSüdamerika, Otahiti, die neuen 'Hebriden u. f.), welche an diesemTage in ihrem Mittag die Sonne im Zcnithe sehen; alle diejenigen aber,die io, 20, so.. Grade nördlich oder südlich von jenem Parattelkreise vonrs° 6' südlicher Breite wohnen, sehen in ihrem Mittage die Sonne io,20, 30.. Grade vom Zenithe entfernt. Diejenigen Orte um den Nord-pol, welche bei dieser Drehung der Kugel nicht über den Horizont hinaufkommen, sehen die Sonne gar nicht und haben eben ihre lange Nacht,da die ganze nördliche Hemisphäre der Erde ihren Winter feiert; ebenso geht für die Punkte um den Südpol, die bei der Drehung der Kugelnicht unter den Horizont gelangen, die Sonne nicht unter, da die südlicheHalbkugel ihren Sommer hat u. s. w. Eben so erhält man durch dieseUmdrehung der Kugel in dem Ringe sofort die Länge des Tages undder Nacht für dieselbe Zeit (den 7ten November) an jedem gegebenenOrte der Erde. Legt man an dem erwähnten höchsten Punkt der Kugeloder des Ringes das eine Ende des in §. 200 angeführten Streifens anund dreht dann, für jede gegebene Wiener Zeit an der Rose, den Strei-fen um jenen Punkt im Kreise herum, so findet man alle die Orte derErde, welche, zu jener Wiener Zeit, die Sonne io, 20, 30.. Grade vonihrem Zenirhe entfernt sehen, indem nämlich diese Orte in die Peripheriederjenigen Kreise fallen, welche bei dieser Umdrehung des Streifens dieeinzelnen Theilstriche desselben auf der Oberfläche der Kugel beschreiben.
§. 2t 4. (Den längste» und kürzesten Tilg eines Ortes zu finden.) Sucht manz. B. den längsten Tag für Petersburg, stelle man den Nordpol auf diegeographische Breite (S9° s«') dieser Stadt, bringe sie unter den Ringund den Zeiger der Rose auf 12 Uhr, und bezeichne in dieser Lage derKugel denjenigen Punkt derselben, der unter dem Theilstriche von 23°28' des Ringes steht. Bringt man dann diesen Punkt, durch Drehungder Kugel, in den östlichen und westlichen Horizont, so zeigt die Roseim ersten Falle 2^ so' und im zweiten gä 10', oder die Sonne geht inPetersburg am längsten Tag um 2^ so' auf und um 9^ 10' unter, sodaß daher die Dauer des längsten Tages im Sommer daselbst 18^ 20'und also auch der kürzeste Tag im Winter nur s^ 40' beträgt.
H. 242. (Zeitbestimmung durch Höhenbeobachtungen der Gestirne.) Man sieht,daß man mit Hilfe dieser Globen alle Aufgaben der Astronomie, vonwelchen wir bisher in dieser Schrift gesprochen haben, leicht auflösenund sinnlich darstellen kann, so lange sich dieselben nur auf die ver-schiedenen Kreise beziehen, welche die Gestirne am Himmel zu beschrei-ben scheinen. Eine der wichtigsten dieser Aufgaben ist die Bestimmungder Zeit, in welcher eine Beobachtung angestellt worden ist. — DerGeometer oder der Feldmesser begnügt sich, die Söhe des Thurmes oderdie Distanz zweier Berggipfel mit der ihm möglichen Genauigkeit zumessen, und er bedarf auch in der That nicht mehr zu kennen, als dieWinkel, welche diese Gegenstände in seinem Auge machen, da diese