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[4] (1837) Nachträge und Zusätze zur ersten Auflage der Wunder des Himmels
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ihrer Drehungsaxe gerade zur Sonne hingerichtet ist, wie dieß in derFig> 18" bei v dargestellt ist, wo p den Nordpol des Aequators a be-zeichnet. Wenn man in dieser Stellung die Kugel um ihre Axe i>g dreht,so wird mau sehen, daß der Nordpol i> der Erde immer in der lichten,der Sonne zugewendeten Hälfte der Erde bleibt, während der Sudpolg im Gegentheile die dunkle Nachtseite der Erde nie verlaßt. Dieß istdaher die Stellung der Erde zur Zeit unseres Sommers in der Mittedes Junius. Man steht dann auf dem Globus, während er um seineAxe gedreht wird, daß den Bewohnern der Umgegend des Nordpols fürdiese Zeit die Sonne gar nicht unter- und für die des Südpols nichtaufgeht; daß für die Bewohner der nördlichen Hemisphäre der Tagdesto länger ist, als die Nacht, je weiter sie selbst von dem Aegnatorentfernt sind, oder je größer ihre geographische Breite ist, und daß inder südlichen Hemisphäre das Gegentheil statt hat u. s. f.

Läßt man dann die Kugel um den vierten Theil ihres Weges umden Tisch weiter gehen, so daß sie nun nach 15 kömmt, so wird jetzt, dadie Axe i>g immer mit ihrer ersten Lage parallel bleibt, der Nord- undder Südpol der Erde in der Schattengranze selbst liegen, und Tag undNacht wird, in dieser Lage der Kugel, wenn ste wieder um ihre Axe pggedreht wird, für alle Orte der Erde gleich groß seyn, oder die Kugelwird die Stellung der Erde gegen die Sonne im Anfange des Herbstesunserer nördlichen Hemisphäre, in der Mitte des Septembers, darstellen.

Am Ende eines zweiten Viertheils der Umlaufszeit der Kugel wirdste in I), dem ersten Punkte 15 gegenüber, ankommen, und da hier derNordpol ,, am meisten von der Sonne 8 weggekehrt ist, so wird derselbe,wie man auch die Kugel um ihre Axe drehen mag, immer in der Nacht-seite der Erde, so wie der Südpol g immer in der Tagseite derselbenliegen; den Bewohnern der Umgegend des Nordpols wird jetzt dieSonne längere Zeit nicht auf- und denen des Südpols nicht untergehen;die Tage der nördlichen Hemisphäre werden kürzer und die der südlichenlänger seyn, als die Nächte; jene Halbkugel wird daher (zur Zeit derMitte des Decembers) ihren Winter, und diese ihren Sommer haben.

Kömmt weiter die Kugel auf ihrem Laufe um die Sonne, die hiervon dem Lichte in der Mitte des Tisches dargestellt wird, nach gegen-über von 15, so wird wieder, wie in D, die Schattengränze durch diebeiden Pole gehen, und Tag und Nacht werden auf der ganzen Erdegleich seyn, wie dieß in unserem Frühling (zur Zeit der Mitte desMärz) der Fall ist.

Auf diese Weise wird man also durch den so bewegten Globus alleErscheinungen der Jahreszeiten, die bereits oben (§. 8s u. f.) angegebenworden sind, im Kleinen deutlich darstellen und sich gleichsam verstnn-lichcn können.

§. 208. (Berhältniß der einzelne» Orte der Erde gegen einander.) Wennman den Nordpol der Kugel so viel über den Horizont des Globus er-höht, als die nördliche geographische Breite eines Ortes z. B. von Wien