IS
der Kugel einen Kreis, der die nördlichen sowohl, als auch, auf deranderen Seite, die südlichen Eircumpolarstcrne sämmtlich umfaßt.
§. 19S. (Den Ort der Sonne nnd der andern veränderlichen Gestirne für jedeZeit unter den Fixsternen angeben.) Für die Sonne ist dieß sehr leicht, daman, wie gesagt, ihre Lange für jeden Tag nur in der zweiten Columneder Tafel des §. 53 aufsuchen und dann diesen Ort der Sonne auf derEkliptik des Globus bemerken kann. So findet man z. B. für denisten Mai die Länge der Sonne gleich 4a°.2, welchen Punkt der Ekliptikman auf den Globus in der östlichen Hälfte des Sternbilds des Widdersliegen sieht und ihn daher daselbst etwa mit einem Stückchen Wachsbezeichnen kann. Bringt man dann diesen Punkt, durch Drehung der Kugel,unter den Ring (oder unter den Meridian), so liest man auf demAequator die Rectascensiou der Sonne gleich 37°.8, und auf dem Ringeselbst die nördliche Declination derselben gleich I4°.9, welche beideGrößen übrigens auch schon, für die Sonne, durch die erwähnte Tafelselbst gegeben find.
Eben so wird man auch für jeden anderen Planeten verfahren,wenn der Ort desselben ans irgend einer Ephemeride oder aus einemastronomischen Kalender gegeben ist. So findet man z. B., daß Jupiteram isten Dec. 1836 im Mittag Wiens die geocentrische (von der Erdegesehene) Rectascensiou i4o« 4<si und die nördliche Declination 16° 4'habe. Bringt man daher den Punkt des Aequators, der zu i4v° 46^gehört, unter den Ring.und bemerkt dann, an der Eintheilung desRings, den zu iv° 4' gehörenden Punkt, so sieht man, daß Jupiter audiesem Tage von der Erde in der nördlichen Bordertatze des großenLöwen gesehen wird. Auf dieselbe Weise wird man den Ort jedes Ge-stirns am Globus bezeichnen, wenn man seine Rectascensiou und Decli-nation für eine gegebene Zeit kennt.
H. 200. (Aus der Rectascensiou und Declination eines Gestirns die Länge undBreite desselben finden.) Zu diesem Zwecke ist es Vortheilhaft, einen eigenenBogen von dünnem Metallblech zu haben, der nach dem Globus ge-krümmt und gleich ihm in dieselben Grade eingetheilt ist. In Ermang-lung desselben kann man auch einen solchen Bogen durch einen schmalenStreifen Papiers ersetzen, der sich, wenn er auf der Kugel ausgespanntwird, von selbst in einem größten Kreis derselben krümmt.
Wenn nun, wie im vorhergehenden Beispiele, die Rectascensivn140° 46^ und die nördliche Declination ik° 4< von Jupiter gegeben nnd,nach §. 199, der Ort desselben auf dem Globus verzeichnet ist, so wirdman den erwähnten Streifen durch diesen Ort und durch den Pol derEkliptik legen, wodurch dieser Streifen eine auf die Ekliptik senkrechteStellung erhält (Einl. §. 4). Dann wird also auch der Punkt derEkliptik, wo sie von den Streifen geschnitten wird, die Länge, undder Punkt des eingetheilten Streifens selbst, der auf den Ort des Pla-neten fällt, die Breite Jupiters bezeichnen. Man findet in unseremBeispiele diese Länge gleich 131° 53' und die nördliche Breite o° 4isi
2 n