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Höhe über dem Horizonte des Globus erreicht, die der Polhöhe (d. h.der geographischen Breite) des Beobachters gleich ist, was man an derEintheilung jenes Ringes erkennt. Dann dreht man die Kugel in demso gestellten Ringe so lange um ihre Axe, bis der Punkt der Ekliptik,welcher die Länge der Sonne für diesen Tag anzeigt (oder auch, bis derPunkt des Acguators, welcher die Nectascension der Sonne für diesenTag anzeigt), genau unter dem Ringe zu stehen kömmt, und stellt dannden Zeiger der Rose auf seinen höchsten Punkt oder auf 12 Uhr.
Jenen Punkt der Ekliptik oder des Aeqnators findet man am ein-fachsten durch die Tabelle des §. S3, jenen in der zweiten und diesen inder vierten vertikalen Columne derselben. Jener erste ist auch gewöhnlichauf dem Horizont des Globus verzeichnet.
Nachdem man auf diese Weise zuerst den Ring in seinem Horizonteund dann die Kugel in ihrem Ring, sammt dem Zeiger der Rose, ge-stellt hat, sehe man das ganze Instrument sammt seinem Fnßgestelleso vor sich auf den Tisch, daß der Ring nahe in die Lage der Mittags-linie, die Rose nach Nord gekehrt, zu stehen komme.
In dieser Stellung ist der Globus für die geographische Breite desBeobachters und für den gegebenen Tag des Jahrs, und zwar für denMittag dieses Tages orientirt, d. h. alle Sternbilder des Himmelshaben ganz dieselbe Lage, wie sie durch den Globus angedeutet wird, sodaß, wenn man den Halbmesser des Globus, der von dem Mittelpunktedesselben, z. B. durch den Polarstern oder durch irgend ein anderesGestirn des Globus geht, verlängert, bis er die Fläche des Himmelstrifft, er am Himmel durch denselben Stern gehen wird, durch dessenBild am Globus er gegangen ist.
Dreht man dann den Globus von Ost nach West, bis z. B. derZeiger der Rose auf 10 Uhr Abends steht, so stellt der Globus in dieserneuen Lage die Stellung des Himmels dar, wie er dem Beobachter andiesem Tage um 10 Uhr Abends erscheint und so fort für jede andereStunde des Tages oder der Nacht.
Man steht, wie leicht und sicher man auf diese Weise alle Stern-bilder des Himmels, ohne weitere fremde Anleitung, kennen lernen kann.
§. 138. (Die Circumpolarsterne zu finden.) So nennt man nämlich(nach Einl. §. 26) diejenigen den beiden Polen nahen Sterne, welchefür den Beobachter auf einem gegebenen Orte der Erde nicht unter- odernicht aufgehen.
Um diese Sterne zu finden, wird man die auf die gegebene geo-graphische Breite des Beobachters gestellte Kugel des Globus rings umihre Axe drehen und dabei, auf der Nordseite, sofort alle die Sterneerblicken, die bei jener Drehung der Kugel nicht unter den Horizontdes Globus kommen, so wie auf der Südseite diejenigen, welche nieüber diesen Horizont gelangen. Hält man während dieser Drehung inden beiden Punkten, wo der Ring den Horizont schneidet, die Spitzeeines Bleistifts an die Kugel, so beschreibt diese Spitze bei der Drehung