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[4] (1837) Nachträge und Zusätze zur ersten Auflage der Wunder des Himmels
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Sterne, die in verschiedenen Zeiten Polarsterne sind, wenn man ausdem Pole der Ekliptik, als Mittelpunkt, mit dem Halbmesser von 2ZV2Grad auf einer Himmelskarte oder auf einem Globus einen Kreisverzeichnet.

Seite ZZ9, nach Zeile 6 v. oben:tz. 193. Ii. (Gemeinschaftlich-Folgen der Präcessivn und der Nutation.) Wollenwir uns nun die Phänomene der Präcesston und Nutation bildlich dar-stellen, werden wir also annehmen, daß der Aequator IV (Fig. 2")auf der festen Ekliptik iUVI^ sich rückwärts oder von V nach V" bewegt,wodurch also der Frühlingspunkt, der gegenwärtig in V ist, nach taufendJahren z. B. in V" und nach neuen tausend Jahren in V" seyn wird,wobei der Winkel beider Ebenen oder die Schiefe der Ekliptikimmer dieselbe bleibt. Dieser gleichförmige Rückgang des Frühlings-punktes heißt die Präcesston. Die Nutation aber, die gleichsam alseine Störung der Präcesston betrachtet werden kann, ist die Ursache,daß diese gleichförmige Bewegung des Punktes V kleine Verrückungenerfährt, die sich aber alle 19 Jahre wieder herstellen. Vermöge dieserVerrückungen geht der Punkt V bis i? Secunden vor- oder rückwärtsvon seinem ihm durch die Präcesston angewiesenen mittleren Orte inder Ekliptik und entfernt sich auch über oder unter diese Ekliptikbis auf 9 Secunden. Demnach bewegt sich also der Punkt V, durch dieWirkung der Präcesston und Nutation, in einer den Weg VV'V"..umgebenden Schlangenlinie, und ganz eben so bewegt sich also auch(nach Z. i9o) der Pol IV des Aequators um den ruhenden Pol IZ derEkliptik, indem er, vermöge der Präcesston, den Kreisbogenzurücklegt, und indem er, vermöge der Nutation, um diesen Kreisbogendie in der erwähnten Figur verzeichnete Schlangenlinie beschreibt.

Diese doppelte Bewegung des Frühlingspunktes V aus der fixenEkliptik, oder, was dasselbe ist, diese doppelte Bewegung des Pols iXdes Aequators um den fixen Pol E der Ekliptik kann aber offenbarkeine Verschiebung der ganzen Himmelssphäre seyn, die gleichsam allean dieser Sphäre befestigten Fixsterne um den festen Pol der Ekliptikherumführt, da dieselbe Berrückung auch den beweglichen Gestirnen, demMonde, der Sonne und allen Planeten gemein ist. Sie muß also ihrenGrund in einer bloßen Veränderung der Lage der Axe unserer Erdehaben. In der That ist auch der Pol des Aequators am Himmel nichtsanderes, als derjenige Punkt, in welchen unsere Erdaxe, wenn sie in'sUnendliche verlängert wird, den Himmel trifft. Wir werden später sehen,daß die Erde sich nicht um eine feste, in ihrer Lage unveränderlicheAxe dreht, sondern daß sie, gleich einem bewegten Kreisel, dessen Spitzeauf einem horizontalen Tische einher rollt, eine in jedem Augenblickeveränderliche Axe hat, deren Endpunkt am Himmel die krumme Liniessiidssdi" beschreibt, und daß die Ursache davon in der Anziehung derSonne und des Mondes auf die an ihren Polen abgeplattete Erde ist.