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wieder nur bis zu 18° 19' gehen. Allein diese fünf Grade sind es wohlnicht, die dem gemeinen Manne besonders auffallen werden, und er wirddaher immerhin noch ferner annehmen können, daß die Bahnen desMonds und der Sonne zusammenfallen, da auch in der That die eineHälfte derselben sVs Jahr über und eben so lange unter die Ekliptikfällt. — Allein das, was auch er schon öfter bemerkt hat, ist daö, daßder Mond zur Zeit seines Vollmonds im Winter immer sehr hoch,und im Gegentheile im Sommer immer sehr niedrig im Meridiansteht. Man sieht nämlich den Bollmond zur Zeit feiner Culminationim Winter immer da, wo man die Sonne im Sommer, und im Som-mer immer dort, wo man die Sonne im Winter zu sehen pflegt. Dieseauf den ersten Blick sehr auffallende Erscheinung erklärt sich aber offen-bar ganz leicht aus der einfachen Bemerkung, daß der Mond, zur Zeitseines Volllichtcs, der Sonne immer gerade gegenüber steht, und daßer also im Winter, zur Zeit des Bollmonds, in demjenigen Theile derEkliptik sich aufhält, den die Sonne nur im Sommer einnimmt, undda dieser Theil der Ekliptik am höchsten über dem Aequatvr steht, somuß auch der Mond, zu jener Zeit, sehr hoch über dem Aequatvr, alsoauch sehr hoch über unserem Horizonte stehen. Im Sommer aber hat,zur Zeit des Bollmonds, das Gegentheil statt. In Wien z. B. ist diegrößte Höhe der Sonne im Sommer 65° i6si und die kleinste im Winter18° 20'. Also wird auch die Höhe des Monds, zur Zeit seines Voll-lifl'tes, im Winter auf 65° ich und im Sommer nur auf 18° 2ch steigen,ja wegen der oben erwähnten Neigung der Mondsbahncn gegen dieEkliptik kann die erste Höhe des Monds, im Winter, sogar auf 70° 2chsich erheben, und die zweite im Sommer bis auf iz° iE herabsinken,und eine so große Differenz von mehr als s? Graden wird auch wohldem unaufmerksamsten Beobachter endlich auffallen müssen.
Seite 189, nach Zeile 7 v. oben:
Hier folgen einige der höchsten Berge des Mondes, die beinahesämmtlich, wie bei der Erde und den andern Planeten, auf der süd-lichen Hemisphäre angetroffen werden. Nach Schröters Messungen be-trägt die Höhe vonPurbach . . 10200 Par. Fuß Bradley . . 11000 Par. FußWvlff . . . 11400 „ „ HuygheNs . 19800 „ „Hadley . . 12600 „ „ Dörfel. . . 25000 „ „Montblanc . IZ200 „ „ Leibnil) . . 25200 „ „Bon den zwei höchsten Bergen liegt Lcibniy nahe am südlichenMondrande, zwanzig Grade über Maginus, und Dörfel liegt nahe inderselben Breite mit Leibnitz, aber drei Grade westlicher.
Aber auch die Höhlen und Klüfte, deren viele kraterähnlich scheinen,sind oft von ganz außerordentlicher Größe und Tiefe. Bon den folgen-den Zahlen gibt die erste die Tiefe in Par. Fuß und die zweite denDurchmesser der obersten Oeffnung in geogr. Meilen.