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Kyanometer.
Ein wesentlich verschiedenes Instrument, das aber densel-ben Zweck zu erfüllen dienen soll, hat Biot unter dem NamenColo rigr ade, Instrument, die Farbenabstufungen der Körperzu bestimmen, angegeben.
Bei den Farben der Ringe, die sich durch Zurückwerfungan dünnen Körpern darstellen, müfsten, nach Nbwtox’s Theo-rie, alle Farben misch ungen und also alle möglichen Abstufungender Farben sich zeigen; in ihnen und in den ihnen entsprechen-den, durch Polarisirung des Lichtes hervorgehenden Farbennnifs man daher die gegebene Farbe irgend eines Körpers wie-derfinden, und nach der Stelle in jenen Ringen, welcher sieentspricht, sie strenge bezeichnen können. Die Gründe, woraufdiese Behauptung beruht, kommen in den Artikeln Anwand-lungen und 'Polarisirung des Lichtes vor und ich mufs michhier begnügen , nur Biot’s Anweisung zur Darstellung des Co-lorigrade mitzutheilen. Vor das Rohr eines Fernrohrs setzt manein schwarzes Glas so ein, dafs es vermittelst einer Schraubedie Neigung erlangen kann, welche erforderlich ist, um dennach der Richtung der Axe des Rohres durchgehenden Strahlvollkommen zu polarisiren. Ein am andern Ende des Rohreseingesetztes achromatisches Prisma von Kalkspath zeigt, dafsdiese Bedingung erfüllt ist, wenn es vier Stellungen des Prisma’sgiebt, wo der Strahl sich nicht mehr in zwei Strahlen zerlegt.Um nun die Farben, deren man zur Vergleichung mit einer
gegebenen bedarf, hervorzubringen, setzt man zwischen das© © ' ° '
schwarze Glas und das Prisma eine senkrecht auf die Axe ge-schnittene Platte eines krystallisirten Körpers, die man in einerEinfallsebene, welche einen Winkel von 45 Graden mit derReilexionsebene auf dem schwarzen Glase macht, in verschie-dene Neigungswinkel stellen kann. Dann erscheinen die Far-ben , die sich mit der Neigung ändern. Um langsame Farben-änderungen zu erhalten , nimmt man am besten zwei Glimmer-blättchen, die man aus einem einzigen rechtwinkligen Blättchengeschnitten und so auf einander gelegt hat, dafs die gemein-schaftliche Grenzlinie des Schnittes in der einen rechtwinkliggegen die in der andern ist. So lange diese Blättchen senkrechtgegen den Strahl sind, nehmen sie keiner Farbe ihre Polarisa-tion; bei einiger Neigung zeigt sich ein leichtes Blau, bei stär-kerer Neigung das Weifs der ersten Ordnung, dann blafsgelb,orange, roth und die ganze Reihe der Farben in Newton’s