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Annus; an } anneej yectr. Die Zeit, in welcher dieSonne zu einer gleichen Stellung am Himmel zurückkehrt, nachderen Verlauf daher gleiche Erscheinungen der Tageslänge, derKälte und Wärme , des Pflanzenwuchses u. s. w. eintreten. Diegenaue Bestimmung der Dauer eines Jahres besteht darin , dafsman die Zeit einer Rotation der Erde mit der Dauer eines Um-laufs der Erde um die Sonne vergleicht, und so die Anzahl derTage bestimmt, die ein Jahr ausmacht. Hierzu boten sich demmit wenigen Hülfsmitteln ausgerüsteten Beobachter theils dieBeobachtungen der Aufgänge und Untergänge der Sterne, theilsdie Beobachtungen des höchsten und niedrigsten Standes der*Sonne am längsten und kürzesten Tage, als Bestimmungsmittel,dar. Schon die ältesten Völker bemerkten nämlich, dafs nacheinem Zeiträume von 3(55 Tagen die Stellung der Sterne gegendie Sonne sich ebenso wieder zeige, dafs zum Beispiel ein Stern,welcher vor 365 Tagen Abends gleich nach Sonnenuntergang amöstlichen Himmel aufgegangen war, sich auch heute wieder ineben der Stellung zeige. Diese Beobachtung, die in einemeinzigen Jahre keine hinreichend genaue Bestimmung der Längedes Jahres geben würde, kann, mehrere Jahre durch fortgesetzt,wenigstens sehr nahe richtige und für das bürgerliche Lebenzureichende Resultate geben, und es ist von den Aegyptiern be-kannt, dafs sie durch die Achtsamkeit auf den heliakischen Auf-gang (Frühaufgang} des Sirius erkannten, dafs das Jahr sehrnahe 365* Tage umfasse. Die Solstitien gaben eine wegendes Vorrückens der Nachtgleichen noch passendere Bestimmungder Länge des Jahres. Alan beobachtete nämlich den Tag, woder Schatten eines Gnomons um Mittag kürzer, als an den vor-hergehenden und folgenden Tagen, war, und die Wiederkehr
V. Bd. Utt