Druckschrift 
5,2 (1830) I und K
Entstehung
Seite
1372
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1372 ,

Ryanometer.

Tafel. Zum Ivyanometer schlagt Biot statt eiet Glimmerplatleeine 3 Millimeter dicke Platte von Bergkrystall senkrecht aufdie Axe geschnitten vor, die bei dieser Dicke einen weifsen,ungewöhnlich gebrochenen Strahl zeigt, welcher bei'einer Dre-hung desPrismas links oder rechts allmälig in bläulich und end-lich in tiefes Blau übergeht, so also zum Abinessen der Bläuedes Himmels dient 1 .

A r. A Go hat hiergegen die nachher auch von B[ot aner-kannte Bemerkung gemacht, dafs wegen der nicht vollkommenenDurchsichtigkeit der Körper einige Strahlen verloren gehen unddaher das in der Theorie allerdings richtige Hervorgehen allerFarbenabstufungen wohl nicht strenge statt finde: indefs seydennoch dieses Instrument vollkommen geeignet zu einer unver-änderlichen und vergleichbaren Farbenbestimmung. Zum Kva-nometer hält aber Akago eine andere Einrichtung, die der inder Atmosphäre statt findenden Beimischung von "\Veils zu einemund demselben Blau noch mehr entspreche, fiir angemessener. Dasder Atmosphäre eigene Blau findet sich in der Reihe der Farben,welche man erhält, wenn man einen polarisirten weifsen Strahl,welcher durch eine Bergkrystallplatte von ß Millimeter Dicke,senkrecht auf die Axe geschnitten, durchgegangen ist, mit einemdoppelt brechenden Krystalle zerlegt. Dieses Blau neigt sichmehr zum Weifs hin, wenn es minder oder mehr unpolarisirtesLicht enthält. Läfst man die Strahlen, welche durch jeneKry-stallplatte gedrungen sind , von einem Glase unter 35° Neigungzurückgeworfen werden , so erhält man ein sehr schönes Him-melblau, das allmälig in Weifs übergeht, wenn man den Nei-gungswinkel verändert, so dafs der Strahl mehr und mehr senk-recht einfällt. B.

1 Ann. de Cli, et Phys. IV. 91.

Ende des fünften Bandes.