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Krystal I.
ein Aggregat von Krystallen eines andern Systems übergehpnführt Mitscherlich zu dem Schlüsse, dals die Atome der fe-sten Körper an einander verschiebbar sind, wenn gewisse Um-stände eintreten, welche eine andere Anordnung derselben (eineandere Krystallform) nothwendig machen. Hieraus erklärtMitscherlich auch den Uebergang der in der Hitze erhaltenenglasigen, durchsichtigen, arsenigen Säure bei längerem Aufbe-wahren bei gewöhnlicher Temperatur in den undurchsichtigenund selbst erdigen Zustand. Auch die Bildung des Reauuuu-schen Porcellans aus Glas möchte hiervon abzuleiten seyn.
b) Indem nur wenige Krystallsysteme und mehrere tausendItrystallisirbare Materien exsistiren , so kommt natürlich einerleiKrystallsystem sehr vielen , übrigens sehr von einander abwei-chenden Materien zugleich zu, und da einerlei Materie vielleichtalle Formen des Systems, zu welchem sie gehört, annehmenkann, so wiederholen sich diese einzelnen Formen bei sehr ver-schiedenartigen Materien. Es hängt von dem Krystallsystemeab, ob die einzelnen Formen verschiedener, zu demselben Sy-steme gehörender Materien auch in den Winkeln Übereinkom-men oder nicht. Das Erstere findet beim regulären Krystallsy-steme statt, wo wegen Gleichheit der drei Axen keine Winkel-verschiedenheiten gegeben seyn können. So kommt der Würfeldes Kochsalzes völlig mit dem des Fhifsspaths, Analcims, Blei—glanzes, Schwefelkieses überein, das Oktaeder des Salmiaks mitdem des Diamants , Spinells, Alauns, das Dodekaeder des Gra-nats mit dem der Blende u. s. f. 5 da hingegen bei den übrigenKrystallsystemen eine Ungleichheit der Axen statt findet unddiese Ungleichheit bei verschiedenen Materien eine verschiedeneist, so sind hiermit auch mehr oder weniger aulfallende Win-kelverschiedenheiten der verschiedenen Materien angeliörendenKrystalle gegeben. So ist das quadratische Oktaeder des Gelb-bleierzes niedriger, als das des Zirkons, und dieses niedriger,als das des Anatas; die gerade rhombische Säule des Bittersalzesist nur wenig von einer quadratischen abweichend, die desScliwerspathes ist stärker geschoben und noch mehr die desTo-pases u. s. f. Oft sind jedoch diese Winkelverschiedenlieitenunbemerklich ; so betragen die stumpfen Kantenwinkel der Säulebeim Bittersalz 90° 30’, bei Zinkvitriol 91° T, und die Winkelder Scheitelkanten des Rhomboeders betragen bei Kalkspath105° 5', bei Manganspath 106° 51, hei Eisenspath 107“