Flüssigkeit, sofern hier Verdunstung oder Abkühlung durch dieLuft und Adhäsion der Luft an die Krystalle gegeben ist; ferneram Boden und an den Wandungen der Gefäfse, sofern sie theilsdie Wärme hindurchlassen, theils Adhäsion gegen die Krystalleänfsern. Dafs letzterer Grund mit in Anschlag kommt, beweistdie Erfahrung, dafs aus ihrer wässerigen Auflösung krystallisi-rende Salze sich schwieriger an gläserne als an porcellaneneund gar nicht an mit Fett überzogene Wandungen absetzen.Endlich legen sich auch die Krystalle an Holz und andere mitAdhäsion gegen sie begabte Körper an, die man in die krystal-lisirende Flüssigkeit bringt. Nach LünECKE 1 soll auch die Nähezweier magnetischer Pole das Ivrystallisiren an bestimmten Stel-len veranlassen.
Indem die ersten Krystalle sich an bestimmten Stellen be-festigten und hier weiter wachsen, so entsteht in den Fällen, woder krystallisirende Körper in einer wägbaren Flüssigkeit gelöstist, eine Strömung , indem die einzelnen Krystalle dem Theileder Lösung, mit welchem sie in Berührung sind, so viel Kry-stallmasse entziehen , als es bei den gegebenen Umständen mög-lich ist, wodurch dieser Theil der Lösung specifisch leichterwird und in die Flöhe steigt, um der übrigen noch beladenerenFlüssigkeit Platz zu machen.
4) Ivrystallisirt ein Körper aus einer Auflösung in einertropfbaren Flüssigkeit heraus und wird diese nicht durch Ab-dampfen völlig entfernt, so bleibt bei den Krystallen die Mut-terlauge übrig. Diese Mutterlauge ist die Flüssigkeit, in wel-cher der krystallisirende Körper gelöset gewesen war und welchenoch so viel hiervon gelöst enthält, als bei den gegebenen Um-ständen, besonders bei ihrer Menge und der stattfindenden Tem-peratur , darin zurückgehalten werden konnte. Enthielt dieAuflösung neben dem krystallisirenden Körper etwa noch eineandere minder leicht krystallisirbare Materie gelöst, so bleibtdiese, neben der angegebenen Menge des krystallisirenden Kör-pers, vorzugsweise in der Mutterlauge. Plierauf gründet sicheine sehr gebräuchliche Reinigungsweise leichter krystallisirbarerKörper von weniger krystallisirbaren, denn durch wiederholtesAuflösen derselben, Ivrystallisiren, Abwaschen mit kleinen Men-gen des kalten Auflösungsmittels und Auspressen zwischen Fliefs-
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