Druckschrift 
5,2 (1830) I und K
Entstehung
Seite
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in die Mitte eine kleine Silber- oder Kupfermünze und entzün-det das Pulver, so reicht die hierdurch erzeugte Hitze zur Schmel-zung des Metalls hin, während die Nufsschale, weil die Feuer-entwickelung bald beendigt ist, wenig verbrannt erscheint.

Das chlorsaiire Kali oder hyperoxygenirt - salzsaure Kalikrystallisirt in meist sehr kurzen, tafelförmigen, schiefen, rhom-bischen Säulen von salpeterähnlichem Geschmack, die kein Kry-stallwasser halten, beim Reiben im Dunkeln Funken entwickeln,in gelinder Wärme ohne Zersetzung schmelzen, sich bei schwa-cher Glühhitze unter Entwickelung von SauerstofFgas in Chlorka-limn verwandeln, mit brennbaren Körpern, wie Kohle, Schwefel,Phosphor, Zucker u.s.w, theils in der Hitze, theils schon beimDrücken unter lebhafter Feuerentwickelung verpuffen und mitVitriolöl Chloroxydgas erzeugen, welches theils vom Vitriolölmit braungelber Farbe absorbirt bleibt, theils sich entwickelt,und durcli theilweise Zersetzung lebhaftes Verpuffen veranlafst.Dieses Salz dient, mit Schwefel, Flexenmehl, HolzstaubundSalpeter gemengt, als Z ündpulver oder Percussionspulver zumEntzünden von Gewehren durch den Schlag; mit Schwefel,Plarz, Zucker, Traganthschleim und Zinnober gemengt, zur Ver-fertigung der rothen oder chemischen Schwefelhölzer oder Eu-pyrions, welche sich in Vitriolöl entzünden. Beiitiioelet ver-suchte auch, Schiefspulver aus chlorsaurem Kali, Kohle undSchwefel darzustellen; da jedoch dieses Gemenge sich schondurch den Druck entzündet, so ist sowohl die Bereitung' als

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auch die Versendung dieses Pulvers mit Lebensgefahr verbun-den und aufserdem miifsten die Gewehre für dasselbe stärkergemacht werden , da es sonst sie leicht zerschmettert.

Leitet man durch wasserfreies kohlensaures Kali nicht soviel Chlorgas, als zur Austreibung sämmtlicher Kohlensäure nö-thig ist, so erhält man eine Flüssigkeit von stark bleichenderKraft, in welcher Von einigen Chlorkali als vorhanden angenom-men wird, von andern eine Verbindung des Kali’s, einerseits mitSalzsäure, andererseits mit Chloroxyd, welche letztere Substanzeine bleichende Kraft besitze.

Das einfach Schwefelsäure Kali schielst in kleinen, harten,rhombischen und 6seitigen Säulen, mit 4 oder 6 Flächen zuge-spitzt , an, welche kein Krystallwasser enthalten, in der Flitzeverknistern und schmelzen, schwach bitterlich schmecken, genen

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Pfianzenfarben neutral sind und sich in 12 Th. kaltem Wasser

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