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Kalium.
Stoff seiner Salpetersäure sicli unter Feuerentwickelung mit dembrennbaren Körper vereinigt und der Stickstoff als Gas in Frei-heit gesetzt wird.
Der Salpeter braucht bei 0° Ci 8 Theile tind bei 100° We-niger als 4- Theil Wasser zur Auflösung. Von seinen Gemengenmit andern Körpern sind am wuchtigsten das SthieJ'spulver (s,diesen Artikel), das Knallpulver und das Schmelzpulver. DasKnallpulver besteht aus 1 Theil Schwefel, 2 Th; kohlensauresKali und 3 Salpeter, welche in möglichst trockenem Zustandeinnig gemengt werden. Berührt man dieses Gemenge mit einerglühenden Kohle, so erfolgt allmälige Verbrennung, von schwa-chem Verpuffen begleitet; erhitzt man es dagegen in einem ei-sernen oder andern Gefäfse allmälig immer stärker, so wird esvom llande aus braun und teigig und verpufft dann mit äufserstheftigem Knalle und unter Zerschmetterung des Gefäfses, sobaldes nicht stark genug ist. Wahrscheinlich bildet sich beim all-mäligen Erhitzen aus dem Schwefel und kohlensaurem Kali Schwe-felleber, also ein Gemisch aus Scliwefelkalium und schwefelsau-rem Kali; mit dieser mischt sich der Salpeter innig; sobald aberdie Temperatur einen gewissen Grad erreicht, reifst das Kaliumnebst dem Schwefel den Sauerstoff’der Salpetersäure unter Feuer-entwickelung an sich und setzt den Stickstoff der Salpetersäureals Gas in Freiheit, welches denn die Explosion veranlafst. Dieehemalige Theorie, nach welcher sich aus dem Salpeter Saner-stoffgas und aus dem Schwefel und ko^tlensauren Kali hydro-thionsaures Gas entwickeln sollten , die dann gemengt eine sichentzündende Knallluft bildeten, ist unrichtig, 1) weil die Hitzezu gering ist, als dafs der Salpeter Sauerstoff entwickelte; 2)weil bei trockenen Ingredienzien, welche gerade die stärksteWirkung zeigen, kein Wasserstoff gegeben ist, also an die Ent-wickelung von Hydrothionsäure nicht gedacht werden kann;3) weil diese zwei Gase, wenn sie sich auch entwickelten, sieltnicht in grolser Menge über dem Knallpulver ansammeln, son-dern mit dem Zuge des Feuers aufsteigen und in der umgeben-den Luft verlieren würden ; und 4) weil die explodirende Wir-kung vom Knallpülver selbst ausgellt und nicht von einem ober-halb des Knallpulvers befindlichen Raume.
Das Schmelzpulver oder Baume’s Schnellßufs ist ein Ge-menge aus 1 Theil Schwefel, 1 Sägspäne und 3 Salpeter; fülltman hiermit eine Kufsschale oder einen kleinen Tiegel, bringt