palender.
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Ich kann diesen Artikel nicht schliefsen , ohne noch einigeWorte über die Epoche unserer Zeitrechnung zu sagen. Es istbekannt genug, dafs erst Dionysius Exiguus diese Zeitrech-nung einführte, und dafs er in einem viel zu späten Zeitalterlebte, uin als eine sichere Autorität für die Richtigkeit des vonihm angenommenen Geburtsjahres Christi zu gelten. Dionysiusscheint, da man allgemein den 25. Dec. als den Tag der GeburtChristi anzusehen pflegte, diesen Tag im ersten Jahre unsererZeitrechnung oder im 754sten der Stadt Rom dafür angenommenzu haben. Die Angaben früherer Kirchenväter haben schonlange Veranlassung gegeben, das Jahr der Geburt Christi als dreiJahre früher fallend anzusehen, aber Ideler zeigt, dafs man esnoch früher und zwar mit grofser Wahrscheinlichkeit auf dasJahr 747 der Stadt Rom setzen mufs. Der Grund hierfür liegtvorzüglich in der Zeitbestimmung, die wir für den Tod desHeiiodes besitzen, in dessen letzter Krankheit, nach JosefiiusErzählung, eine Mondfinsternifs bei einem kurz vor dem Passaheintretenden Vollmonde statt fand. Eine solche hat sich abernach Ideuer’s Berechnung im Jahre Roms 750 in der Nacht vom12. zum 13. März ereignet, und vor diesem Zeitpun.cte ist alsodie Geburt Christi anzusetzen, aber sehr wahrscheinlich auchüber zwei Jahre früher, da Herode§ alle zweijährigen Kindertödten liefs. Dieses würde ungefähr schon auf das Jahr 747führen, zumal wenn man den alten Traditionen gemäfs die Ge-burt Christi an das Ende des Jahres setzt. Hiermit vereinigt sichnun eine Stelle des Teiitulliaf, welcher den Sentius Satur-ninus als denjenigen eigentlichen Präses von Syrien nennt, unterwelchem die Schatzung statt fand, deren der Evangelist Lugasgedenkt; dieser Sentius Saturninus war aber nur bis zum Som-mer 748 im Besitze dieser Stelle. Nach diesen Gründen hältIdeler mit grofser Wahrscheinlichkeit 747 der Stadt für daswahre Geburtsjahr Christi 1 . Hiermit verbindet sich auf eine inder That überraschende Weise ein astronomisches Ereignifs.Schon Kepler hat darauf aufmerksam gemacht, dafs die Er-scheinung am Himmel, welche die Magier nach Jerusalem führte,wohl die Conjunctipn des Jupiter und Saturn gewesen seyn mö-
1 Hiermit sind auch die historischen Untersuchungen zu verglei-chen, die Munter anstellt in seiner Schrift: Der Stern der Weisen,Copenhagen 1827. S. 96.