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Kalender.
ge, die um diese Zeit statt fand. Mustek hat diesen Gedankenmit neuen Gründen unterstützt, indem er aus einem rabbini-schen Schriftsteller späterer Zeit zeigt, daft man dieser Conjun-ction eine wichtige Bedeutung beilegte, besonders wenn sie sichim Sternbilde der Fische ereignete, und dals man die Ankunftdes Messias damit in Verbindung setzte. Eine solche Conjun-ction des Jupiter und Saturn im Sternbilde der Fische hat nunallerdings im Jahre 747 nach Erbauung der Stadt Rom statt ge-funden. Nach Idelek’s genauer Berechnung 1 waren beide Pla-neten am 20- Mai dieses Jahres zum ersten Male in Conjunctionund nur 1 Grad von einander entfernt; bei ihrem Rückgängefand am 27- Oct. eine zweite Conjunction statt und am 12. Nov.eine dritte im 15. Grade der Fische, bei welcher abermals diebeiden Planeten nur 1 Grad von einander abstanden. Die Plane-ten zeigten sich also mehrere Monate durch einander so nahe,dafs die Conjunction den auf diese Aspecten achtenden Astrono-men allerdings als merkwürdig erscheinen mufste.
Von der Einrichtung des Kalenders anderer Völker zu re-den scheint mir hier nicht der Ort, zumal da das, was die An-ordnung der Jahre, der Schaltjahre u. s. w. betrifft, schon obenvorgekommen ist. Wer sich über den Ivalender der Russen,Juden und Türken belehren will, findet alles Erforderliche inLittkow’s Kalendariographie. Wien 1828 2 .
Als das wichtigste diesen Gegenstand betreffende Buch habeich schon oft genannt: Idelek’s Handbuch der mathematischenund technischen Chronologie, aus den Quellen bearbeitet. 2 Title,Berlin 1825 — 26.
Von altern Schriften nenne ich nur einige der wichtigsten:
Censohinus de die natali, ein Buch, das, im Jahre 238 un-serer Zeitrechnung geschrieben , in den ersten Capiteln ziemlichunbedeutende Gegenstände enthält, welche sich auf den Ge-burtstag im Allgemeinen beziehen, in dessen zweiter Flälfte aberdie wichtigsten Nachrichten über die altern Zeiteintheilungenund chronologischen Bestimmungen zu finden sind.
Gemint isagoge in Arati phaenomena.
1 i (leier II. 406.
2 lieber die Berechnung des jüdischen Osterfestes nach Gaufs’sAnleitung s. v. Zach Mon. Corr. II. 121. und dessen Corresp. astro-
nomüpie I. 556. 11. 458.