nterferenz.
7S2
diese Verschiedenheit gerade so viel beträgt, als eine halbeWellenlänge, so bringen die in H und ebenso die in L untereinem sehr kleinen Winkel zusammentrefTenden Strahlen keineErleuchtung hervor, sondern müssen nach dieser Theorie derInterferenzen einander auslöschen. Es läfst sich leicht über-sehen, dafs für Functe wie m und n die Differenzen der Wegenoch gröfser werden, und wenn sie hier eine ganze Wellen-länge betragen, so treffen hier wieder zwei einander verstär-
ö O '
kende Lichtstrahlen zusammen. Wegen der ungemeinen Kürzeeiner Lichtwelle liegen diese Functe, wo in e verstärktes Licht,in h und 1 Dunkel, in m und n verstärktes Licht ist, sehr nahebei einander, und nur wenn der Winkel, den beide Spiegelmit einander machen, ungemein wenig von zwei rechten Win-keln verschieden ist, wird dieser Abstand grofs genug, umwahrgenommen zu werden. Bringt man bei so geneigten Spie-geln eine Linse von kurzer Brennweite etwas jenseit mhelnso an, dafs e im Brennpuncte derselben liegt, also alle dieseFuncte so nahe am Brennpuncte, dafs ein jenseit der Linsestehendes Auge die Abwechselungen von Hell und Dunkeldeutlich erkennen kann, so mufs inan diese neben einander er-scheinenden hellen und dunkeln Streifen sehen. Und so ee-schiebt es wirklich; es zeigen sich unter diesen Umständen,wenn das Licht bei A von einem nur kleinen Puncte ausgeht,Lichtstreifen mit dunkeln Zwischenräumen in der hier anseue-benen Richtung neben einander liegend, und ihre Abständesind so grofs, dafs man, beim Berechnen der vom Lichte durch-laufenen Wege, die Differenzen derselben dem gemäfs findet, wasvorhin über die zum Verstärken oder Zerstören des Lichtes erfor-derlichen Verhältnisse gesagt worden ist, und dem gemäfs, was tandere Versuche über die absolute Länge der Lichtwellen ergeben.
Dafs diese hellen und dunkeln Streifen wirklich von dergegenseitigen Einwirkung der zusammentreffenden Lichtstrahlen jabhängen, läfst sich dadurch erweisen, dafs ein Schirm , wel- !eher den Zutritt des einen zurückgeworfenen Lichtstrahls ent-weder vor oder nach seinem Antreffen an den Spiegel hindert,die Erscheinung sogleich aufhebt, so dafs also zu dem vomeinen Spiegel herkommenden und für sich eine Erleuchtung be-wirkenden Lichte ein anderer, für sich allein ebenfalls Erleuch- jtung bewirkender Lichtstrahl kommen mufs, um jenes Dunkel, idas Zerstören der Erleuchtung, hervorzubringen.