Druckschrift 
1 (1844)
Entstehung
Seite
88
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§8

Die sechs Planeten überhaupt.

Als ein Curiosum mag noch erwähnt werden, dass zuParis im Jahre 1818 von dem Grafen de Zuylcn deN y c v e 11 dessen Theorie nouvelle du cours des corps celest,et du mouvement etc. erschien. Diese Theorie des genann-ten Grafen sollte wahrscheinlich nach dessen Meinung als einesehr wesentliche, neue Reformation der Mechanik des Himmelsvon der astronomischen Welt betrachtet und dankbar angenom-men werden. Allein das Schicksal dieses Werkes konnte undmusste nicht anders als oin ungünstiges sein, da die Grundideendesselben theils falsch, theils verworren waren, mithin die An-nahme derselben gewiss nur ein Rückschritt in der Sternkundegewesen sein würde.

Die Theorie der Bahnen der altern Planeten ist also jetztungemein, fast bis zur Vollendung ausgehildet worden. Dasgrosse Problem, das seit mehrern Jahrhunderten bearbeitet wurde,nämlich: für irgend einen Planeten dessen Ort zuirgend einer bestimmten Zeit voraus genau an-geben zu können, darf nun für vollkommen gelöst ange-sehen werden.

Die Bestimmung der alle Himmelskörper bewegenden Kräfte,die von einem allgemeinen Naturgesetz abhhngen, war zuerstzu geben; dann wurde zur Erforschung der Constanten einegenaue Beobachtung der Erscheinungen erforderlich, und end-lich mussten jene Constanten, d. h. die Elemente der Planeten-bahnen, aus der Verbindung von Theorie und Beobachtung her-vorgehen. Nur auf diese Weise konnte die Astronomie dieHöhe erreichen, auf der sie sich jetzt befindet. Hinsichtlich derTheorie ist die neuere Zeit der Mecanique celeste des Laplace,und hinsichtlich der Beobachtungen einem Bradley undMaskelyne den grössten Dank schuldig.

Die beiden ersten Bände der Mechanik des Himmels, welcheLaplace schon zu Ende des vorigen Jahrhunderts abzufassenbegonnen hatte, sind der allgemeinen Theorie, die beiden letztenBände der Vervollkommnung astronomischer Tafeln gewidmet,Das Werk selbst beginnt mit dem Gesetze der Bewegungenim Verhältniss wirkender Kräfte, und dies ist es, was dasWerk zu einem für sich bestehenden Ganzen gemacht hat. Nunfolgt eine Vergleichung dieser Gesetze mit den beobachteten