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$. 132.
Das Mare Ncctaris zieht sich vom Theophilus und dar Bei'ggruppc<les Isidorus bis zu dem meerbuscuühnlichen Fracastor im Süden. DieFarbe ist ein lichtes Grau, in sehr mannichfachen aber schwer erkennbarenAbstufungen. Nur wenige Stellen sind dem Mare Tranquillitatis an Dun-kelheit gleich. Von der Gegend des Capella aus zieht eine sehr starkeBergader dem Westraude parallel 55 Meilen lang fort, sie hat 2 MeilenBreite, durchschnittlich 1000 —1200 Fufs und im höchsten Punkte 1S72 F.Höhe und theilt sich südlich in zwei Arme; sie ist im Vollmonde sicht-bar, so wie eine noch hellere im Norden, die mit einer Menge andrerin Verbindung steht.
Allein der gröfste Theil des Innern besteht aus flachen Landwellen,die überaus schwer wahrzunehmen und fast gar nicht darzustellen sind.Sie geben der Fläche ein gleichsam marmorirtes Ansehen. Bei recht gün-stiger Luft gewahrt man auch einige überaus schwache Crater. Hier istgewifs das Meiste noch unerforscht, und auch nur durch die stärkstenFerngläser und bei anhaltend fortgesetzten Beobachtungen zu erforschen.
§. 133.
Die nördliche Grenze des Mare ist eine ziemlich unbestimmte, esgeht allmählich in die Berg- und Plateaulaudschaften des Capella undIsidor über. Isidor ist eine länglichte Einsenkung von gewaltiger Tiefemitten auf einer grofsen Gebirgsmasse. Doch läfst sich noch ein, wiewohlschwacher Abfall nach aufsen erkennen, und der Bergarm, welcher Isidorund Capella trennt, zeigt hohe Gipfel, deren einer sich 12492 F. über dieerstere Vertiefung erhebt. Ein zweiter Gipfel dieses Armes gestattet durchseine Lage eine Messung nach beiden Seiten, er liegt 900G Fufs über Isi-dor und 9504 Fufs über Capella. Die entgegengesetzten Wallseilen beiderllinggebirge sind weit niedriger, lsidor’s Innere hat einen Crater, Capelladagegen einen Centralberg und einige furchenartige Thäler. Beide sindterrassirt.
Die Umgegend ist eine der reichsten und merkwürdigsten Crater-laudscliaftcn des Mondes. Hier zeigen sich eine so grofse Menge doppel-ter, dreifacher, überhaupt mehrfacher Crater in den verschiedenartigstenCombinationen (am häufigsten ein kleinerer mit einem gröfseren zusam-menhängend), dafs man nicht an eine blofse Zufälligkeit dieser Verbin-dungen denken kann, sondern (wie bei den Doppelsternen) einen genetischenNoxus annehmen mufs, obgleich die Art desselben wohl lange verborgenbleiben wird. Auch ziehen hier mehrere Killen, und merkwürdig genugalle nach derselben Richtung, die mit derjenigen, welche schon im MareVaporum und Tanquillitatis vorkommt, nahe übereinstimmt. Die Breitedieser Rillen scheint 3000 — 4000 Fufs zu betragen.
Den nördlichsten vom Äquator durchschnittenen Theil dieser Land-schäft nimmt der kleine aber stark glänzende Crater Censorinus © unddie ihm benachbarten, zum Theil beträchtlich gröfseren ein. Die Mittedes Censorinus liegt nur 1| Meilen südlich vom Äquator, Einzelne Gipfel