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Kurzgefaßte Beschreibung des Mondes : Ein Auszug aus der größeren Selenographie
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sichtbar sind. Doch zeigen sich auch andre ganz ähnliche Uchlflccke, diekeinem Cratcr cnlspreclieii. Der grüfste Theil der inneren Flüche, näm-lich gegen 1500 Quadratnieilen, ist schön grün, fast ganz wie das MareSerenitatis, und heller als die grauen Grenzgegenden und busenartigenTheile. Das Grün zeigt sich hier in günstigen Vollmonden in einer aus-gezeichneten Reinheit und Deutlichkeit, doch theilen es die Grater nicht,denn diese, so weit sie im Vollmonde sichtbar sind, erscheinen siimmtlichweifslich. Die Bergadern dieses Mare nehmen häufig, da wo sie an denGrenzen entlang ziehen, den Charakter von Terrassen an; allein es hältsehr schwer, sie auf ihren oft verwickelten Zügen zu verfolgen, da über-haupt alles Detail im Innern dieses Mare nur mit grofser Schwierigkeitgesehen wird.

Zwei meerbusenartige Theile ziehen sich südwestlich, der eine nachCampanus zu, wo man mit grofser Mühe 4 parallele Rillen erblickt, derandre, Hippalus, nördlich vom vorigen, von einem steilen Küstenrandeumgeben.

§. 116.

Campanus ©, ist der südwestliche Grenzstein des Mare, 6|- Mei-len im Durchmesser und 6126 Fufs unter seinem Ostrande vertieft. Nurder mittlere Theil seiner inneren Fläche, zunächst um den hellen Cen-tralberg, ist dunkelgrau, das Übrige so hell wie der Wall selbst. Mer-cator O ist nur wenig kleiner und 4160 Fufs tief, ohne Centralberg undsowohl mit dem naben Campanus, als auch auf der entgegengesetzten Seitemit dem Plateau des Cichus durch Bergarme verbunden, deren einige hö-her sind als sein Wall. Vitello 0, der südliche Grenzstein, ein ganzcigenthiimliches Gebilde, da innerhalb des Hauptringgebirges, sowohl vondiesem als dem Centralberge völlig getrennt, ein zweites concentrischesRinggebirge zieht, was aber seiner sehr geringen Höhe wegen schwer auf-zufinden ist. Doppclmayer© ist ein halbes Ringgebirge d. h. eineEinbucht des Mare Humorum, bei welchem indel's die fehlende Hälfte durcheinen höchst schwachen Abfall markirt ist. Was sich vom Doppelmaycrbis Mersenius herumzieht, ist hohes, steiles Gebirge, wo Punkte von900010000 Fufs Erhebung Vorkommen. Doch läfst sich kein allgemei-ner zusammenhängender Rücken wahrnehmen. Mersenius ist zwar nichtsehr steil, doch erhebt sich der Wall im N. O. 7224 Fufs und im S.O.5448 Fufs über seinen inneren Fufs. Das Innere ist eine grofse Beule,deren Schatten in günstigen Momenten sehr deutlich gesehen werden kann,Die Gegend des Mersenius findet man im Vollmonde durch die beidengrofsen, im N. und O. gelegenen und alsdann in 9° Licht glänzendenCrater auf. Endlich GassendiQ, 12 Meilen im Durchmesser undsehr augenfällig. Welche aufserordeutliche und unerwarte Veränderungen,selbst bei denjenigen Mondflecken die unter jeden Erleuchtungswinkel sicht-bar bleiben, die verschiedene Beleuchtung hervorbringe, kann man rechtdeutlich am Innern des Gassendi sehen. Im Vollmonde sieht man zweiReihen von Liclitflecken, die in der Mitte Gassendis etwa einen rechten

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