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Kurzgefaßte Beschreibung des Mondes : Ein Auszug aus der größeren Selenographie
Entstehung
Seite
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Bclrücbllicbc Berge von 3000 4000 Fufs Höhe finden sich hiernoch mehrere.

likcrt, ein abgeplattetes Ringgchirgc auf einer llncbflächc, die be-sonders gegen - N. hin liedeuteml ansteigt. In der Näihe mehrere sehrschmale und lange Tbäler, dio man last zu den Billen rechnen könnte.

§. 87.

Der Sinus Astnum ist dem gröfsten Thcile nach vollkommeneben und heller als mehrere der angrenzenden Berglandscliaften. VonO. her ziehen mehrere dunkle Streifen hinein und eben daher ziehen auchgrofse breite, aber wenig erhöhte Bergadern. Man glaubt, im Gegensatzzu den rings herum liegenden Gebirgen aller Art, eine spiegelglatte Ebenevor sieh zu sehen. Auffallend ist hier besonders der gänzliche Mangelan Cratern, die in keinen einzigen so grofse Fläcbcnstriche auf dem Mondegänzlich vermifst werden, und die doch hier, wo die Beobachtung soleicht ist, gewifs nicht bios zu fehlen scheinen, wie dies weiter nachdem Rande zu häufig der Fall sein mag.

§. 88 .

Eratosthenes ist eine der gewaltigsten Emporhebungen der Mond-fläche, vielleicht der grofse Aushruchscrater der unbekannten Kraft, welchedie Gipfel der Apenninen emporihürmte. Er ist höchst augenfällig, auchnoch im Vollmonde selbst, wiewohl mit Mühe, sichtbar). Von seinerTiele, in der ein grofses, aus mehreren Köpfen bestehendes Centralgcbirgeemporsteigt, hat man bis zum Gipfel des östlichen Walles 14832 Fufs,zum westlichen nur 9272 Fufs. Von jenem nach aufsen abwärts sind6990 Fufs, von diesem nur 3060 Fufs; beide Rücken aber fallen äufserststeil gegen das Innere ab. Eratosthenes ist auf allen Seiten von Bergket-ten umgeben, die sich in sehr schönen deutlichen Formen projiciren, Indem nach O. ziehenden sind zwei Berge von 3054 und 370S Fufs Höhe;nach S. zieht eine andre, die bis zu 4200 Fufs ansteigt.

S la d i us ist schwer erkennbar, obwohl 9{- Meile im Durchmesser hal-tend. Denn das Ringgebirge ist so flach, dafs die meisten Stellen wenig über100 Fufs, und nur drei Punkte desselben etwa 400, 500 und 650 FufsHöhe haben.

Copcrnicus ist eins der strahlenden Ringgebirge (§. 52.) undnächst Tycho das bedeutendste unter diesen. Es gewährt einen überaus

*) Mancher Leser wandert sich vielleicht über diese und ähnliche Bemcrhungen, daos ein sehr gewöhnlicher, freilicli auch leicht entschuldbarer Irrthum ist, sich den Voll-mond als diejenige Lichtgestalt zu denken, wo man nicht nur das Meiste, sondern auchAlles am besten sehe- Im Vollmonde sieht man nichts als hellere und dunklere Stellen:das Belehrendste und Interessanteste aber, die verschiedenen Formen der Gebirge und Thä-ler, können ausscbliefslieh nur dann gesehen werden, wenn der Mond ab- oder zunimmt;je naher dem ersten oder letzten Viertel, desto besser. Übrigens kann jedesmal nurimmer ein k 1 einer T liei 1 der ganzen Mondscheibe gut und deutlich gesehen werden, undnur bei einer anhaltenden« jahrelang fortgesetzten Beobachtung kann man erwarten, nachund nach alles zu scheu, was die Karte enthält.