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Steine von den Schienen abzuhalten. Die Breite oder Spurweite dieservon den Engländern 3'>-a»i-noas« oder IdaH-noa-M genannten Schienen-wege, war in der Regel weit geringer als bei den ncnern Eisen-bahnen und betrug höchstens 3 bis 3'/, Fuß.
Gegenwärtig sind diese Rinncnschicncn beinahe völlig ans dem Ge-brauche gekommen, weil sich in dem Falze derselben Staub, Schmutz»nd Nässe festsetzt, überhaupt die Reibung vermehrt und die Abnützungder Schienen und Wagenräder beschleunigt wird.
Man gab deshalb den Schienen eine rückenförmige, über der Bese-stigungsfläche hervorspringende Gestalt, den Rädern aber vorstehendeRander, Spurkränze, um sie auf den Schienen zu erhalten. Fig. 295.Die Engländer naünten diese Schienen exiM - i-aitt, was wir deutsch ambesten mit „Stabschiencn" bezeichnen. Die Länge dieser gußeisernenStabschienen betrug 3'bis 4 Fuß, ihr Querschnitt hatte anfangs einebeinahe rechteckige Gestalt, später gab man ihnen oberhalb, am Kopfe,mehr Breite als unterhalb, brachte wohl auch noch manche andere Ver-änderungen an, bis sie endlich die Ouerschuittform eines A' erhielten,welches auch im Allgemeinen diejenige ist, namentlich bei einer unter-brochenen Unterstützung, die sie heut "zu Tage haben.
Das Unterstützuugssystem der Schienen war hierbei das unterbrochene,weshalb man letzteren, zur Befestigung auf den Steinblöcken oder Holz-schwellen, anfänglich in entsprechenden Entfernungen Lappen angoß,durch welche mau Nägel schlug. Da jedoch diese Befestigungsart einhäufiges Brechen der Schienen erzeugte, so kam mau auf die Idee, zwischenschienen und Trägstem oder Schwelle noch einen dritten Körper, einenStuhl (elmii) von gegossenem Eisen anzubringen.
Gußeiserne Schienen brachen demohngeachtet noch leicht, auch erzeugtensie einen harten Gang des Fuhrwerks, da ihnen überhaupt der uöthigeGrad von Elastizität fehlte; hierzu kam noch ihre geringe 3 bis höch-stens 6 Fuß betragende Länge, wodurch manches andere, für die Bahnnachtheilige Uebel herbeigeführt wurde. Man bcmühete sich deshalbbald Schienen ans gewalztem oder geschmiedetem Eisen herzustellen.
Anfänglich machte man solche Schienen ganz flach mit rechteckigemQuerschnitte von 4 bis 2 Zoll Breite und 3 Zoll Stärke bei verschie-denen Längen, bis man nach und nach durch zweckmäßige Konstruktionder Walzwerke dahin gelangte, auch Schienen mit A' Querschnitt zuerzeugen.
Seit dieser Zeit werden fast ausschließlich für Eisenbahnen jedesKonstruktionssystcms gewalzte Schienen angewandt^).
Fig. 299 a, zeigt eine der gewalzten Schienen nebst gußeisernem Stuhl,wie solche von Herrn Stcphenson zuerst auf der Liverpool-Manchestcr-Bahn gelegt wurden. Die Länge dieser Schienen beträgt 15 Fuß, dieKopfbrcite 2 Zoll; sie sind in Längen von 3 Fuß, zum Auflegen aufdieStühle, getheilt, also in 5 Punkten unterstützt und ihr Gewicht beträgtpr. Dard (3 engl. Fuß) 35 Pfd. u und ti sind Durchschnitte dieserSchiene und zwar der erste durch die Mitte x, ^ einer 3 Fuß langenAbtheilung, da wo die Schiene am höchsten ist, genommen, letzterer durchdie niedrigste Stelle nach v, iv, wo sie auf dem Stuhle 0 «nd aufliegt.
5) Neuerdings haben verschiedene Ingenieure, namentlich für unterbrocheneUnterstützung, wieder gußeiserne Schienen vorgeschlagen. Kanu man dasBrechen verhindern, so bieten sie allerdings den Vorthcil dar, daß, beiKrümmungen, die Schienen gleich solchen entsprechend gegossen werdenkönnen, während das Biegen der gewalzten Schienen sehr kostspieligund zeitraubend ist. Hiezu möchte noch anzuführen sein, daß man gegen-wärtig die gußeisernen auch bis zu 15 Fuß Länge herzustellen weiß undihr Preis gegen Walzschicnen weit geringer ist.