Kräfte der Evangelischen.
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tischen Glauben zum Papstthume überzuspringen. Ucbcrhaupt abersieht es schon mit einer Festung und einer Jungfrau gefährlich aus,wenn man vom Accordircn spricht.
8. 41. Kräfte der Evangelischen.
Wollte man aber fragen, ob der Papst mit seinem Anhangewohl im Stande sein dürste, die Evangelischen mit Gewalt wie-der unter seiner Macht zu bringen so ist zuvörderst klar, daßdie Kräfte der Päpstlichen die der Evangelischen um ein Merkli-ches überwiegen. Auf des Papstes Seite steht ganz Italien, ganzSpanien und Portugal; das Meiste von Frankreich und Polen,der schwächere Thcil von den Schweizern. Ferner in Deutschlanddie österreichischen Provinzen, das Königreich Böhmen, und Un-garn größten Theils; die Bischöfe und Prälaten, daS Haus Bai-ern, Pfalz-Neuburg, Baden-Baden, und einige andere Fürstenvon geringerer Bedeutung; ein Theil der Grafen, Herren undfreien Reichsstädte, obne die zu rechnen, die in den protestantischenLanden wohnen; welche alle zusammen, nach ungefährer Berech-nung, wenigstens zwei Drittheile von Deutschland ausmachen. InHolland giebt es auch nicht wenig Papisten; es findet sich auchnoch ein guter Sauerteig davon in England '°). Aus der andernSeite hingegen sind England, Schweden, Dänemark, Holland, diemeisten weltlichen Kurfürsten und Fürsten und Reichsstädte inDeutschland. Die Hugenotten in Frankreich vermögen wenig,und noch weniger die Evangelischen, die in Polen zerstreut sind.
«') Auch bei der hier folgenden Deduction ist wieder die Zeit nach deindreißigjährigen Kriege hauptsächlich vor Augen zu behalte».
In England, wo jetzt, den neuesten Zeitungen zufolge, sehr Mielezum Uebertritt zum Katholicismus sich bereitwillig finde», während in Ir-land ganz das Gegcntheil sich ereignen soll. Was denn auf der einenSeite als Beweis angesehen werden könnte, daß der anglikanische Cultußfür diese Christen so wenig mehr befriedigend erschiene, daß sie, in Er-mangelung eines befriedigender», lieber zum papistischen zurückkehren, alsjenen beibehalten möchten; auf der andern aber, daß die Jrländer bei demkatholischen sich so wenig befriedigt fühlte», daß sie sogar den so wenigbefriedigenden der englischen Kirche dafür zu ergreifen gewillt wären.Doch wird jenes in England wohl hauptsächlich durch die jesuitischen In-stitute bewirkt, die dort, mit Einfluß und reichen Mitteln versehen, ziem-lich ungehindert ihre Proselytenmacherei betreiben sollen.