Politisches Interesse beim Papstthume.
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müht gewesen ist, sich einen andern Rock anzuziehen, und daß eSmit weit größerer Scheu einhertritt, als vordem.
Ferner findet auch eine große Menge von Leuten aus hohemund mitlercm Stande ihre Rechnung beim Papstthume, weil siedie Ihrigen in den verschiedenen geistlichen oder Ritter- oderMönchs-Orden anbringen und versorgen können; was den Fami-lien oft zu großer Erleichterung, auch bisweilen zu großem Auf-kommen dient. Oft haben abergläubische Eltern ein Vergnügendaran, wenn sie aus ihren Kindern so heilige Leute machen können.Endlich, wer auf der Welt nicht mehr zurecht kommen kann, derlauft in ein Kloster, und so ist er versorgt. Alle diese Bequem-lichkeiten würden wegfallen, wenn das Papstthum über den Hau-fen geworfen, und die geistlichen Güter dem Staate einverleibtwürden.
Auch ist das Papstthum in den Landern, wo es noch stattfin-det, so fest eingewurzelt, daß, wenn auch ein Machthaber es un-ternähme, dasselbe aufzuheben, er damit schwer zurecht kommenwürde, weil die Pfaffen keine Scheu haben würden, Himmel undHölle gegen ihn zu erregen, und endlich einen Jacob Clement oderRavaillac ihm auf den Hals zu Hetzen; im Gegentheile finden dieMeisten oft ihr politisches Interesse dabei, oder sehen wenigstenskeinen Gewinn, sondern nur gefährliche Verwirrung bei der Ver-änderung voraus.
Z. 38. Politisches Interesse beim Papstthume.
Vorzüglich ist Italien für den päpstlichen Stuhl interessirtweil es zu dieses Landes Vortheil gereicht, daß der Papst dortwohnt, und daß nunmehr Keiner, als ein Italiener, zur päpstlichenWürde gelangt. Und es giebt fast kein vornehmes Haus in jenemLande, aus dem nicht einige Individuen vom Papstthume Nutzenzögen.
In Polen ") sind die Bisthümer und reichen Pfründen imBesitz des einheimischen Adels, der davon großen Vortheil zieht-und deßhalb hat auch in jenem Lande der Adel großes Interesse
Bei der folgenden Schilderung dürfen wir wiederum nicht ver-gessen, daß der Verfasser in der zweiten Hälfte des 17ten SäculumSschrieb.