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Über das Papstthum : neu bearb.
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Die Glaubenslehren des Papstthums.

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die der Käufer nicht wieder zurückgeben kann, wenn er endlich ihreNichtigkeit entdeckt hat.

Die äußere Religionsübung hat man mit so viel Ceremonieenüberladen, so viel überflüssige Feiertage und Processionen einge-führt, so viel unnöthige Kirchen, Capellen und Altäre gebaut, umnur einer so großen Menge von Geistlichen etwas zu thun zu ge-ben, damit sie nicht ganz müßig ginge; sodann aber auch, weilallezeit bei einer solchen Sache etwas abtrieft. Daher hat mandie Anzahl der Sacramente bis auf sieben vermehrt, weil keinesderselben ohne Gewinn des Priesters administrit wird. Man hatdie sogenannte Messe, gleichsam eine Communion ohne Communi-canten, eingeführt, und sie für ein Opfer für Lebendige und Tobteausgegeben, damit dadurch Lebendige und Tobte in Contribu-tion gesetzt werden konnten. Denn es wird nichts Wichti-ges angefangen, ohne daß erst dafür eine Messe bezahlt würde.Kein Vermögender stirbt, der nicht eine Quantität Seclmes-sen für seine Seligkeit im Testamente verordnete, wofür der Prie-ster natürlich das Seine bekommt. Den einmal eingerissenenMißbrauch, daß die Laien ohne den Kelch communicirten, erhobman zum Gesetze; und obschon die Einsetzung Christi und dererste Gebrauch der Kirche so viele Jahrhunderte hindurch klar amTage liegt, so glaubte man doch, hartnäckig dabei verharren zumüssen, um nicht zuzugeben, daß die Clemsei sich hierin geirrthabe, und damit sie bei diesem Sacramente einen Vorzug vor denLaien habe. Ja um Gott und Menschen desto frecher zu spotten,reichte man den Laien den ungesegneten Kelch, den man mit einemverächtlichen Ausdrucke den Spülkclch benannte, als Härte man et-was gegessen, das man hinabspülen müsse. Aus der Ehe machteman gleichfalls ein Sacrament, wie wenig sie sich auch dazu eig-nete, nur damit die Clerisei auch die Ehesachen vor ihr Forum be-käme, die so profitabel, so mannichfaltig und von so wichtigenFolgen sind, indem davon Stand, Vermögen, Erbschaft und Nach-folge abhangen, nicht nur im Privatleben, sondern auch in ganzenMonarchieen. So wurde die Königin Maria von England genö-thigt, das Papsttbum wieder einzuführen, weil sie ohne den Schutzdes Papstes nicht würde anerkannt worden sein. Auf gleiche Artwar Philipp III. in Spanien dem Papste verpflichtet, weil er